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Deutschland / Weltweit Trump startet Frankreich-Besuch mit Attacke gegen Macron
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10:12 10.11.2018
Donald Trump und Emmanuel Macron im Juli 2017 im Elysee-Palast in Paris. Quelle: Markus Schreiber/AP/dpa
Paris

Vor den Feierlichkeiten zum 100. Jahrestag des Endes der Kämpfe im Ersten Weltkrieg hat US-Präsident Donald Trump zu einer Attacke auf Frankreichs Emmanuel Macron ausgeholt.

Der Staatspräsident habe den „beleidigenden“ Vorschlag gemacht, dass Europa ein eigenes Militär gegen die USA, China und Russland aufbauen solle, twitterte Trump am Freitagabend nach seiner Landung in Paris. Zunächst solle Europa vielmehr für seinen Anteil an der Nato aufkommen, die stark von den USA finanziert werde. Über diese Forderung dürfte er wohl auch am heutigen Samstag mit Macron sprechen.

In der Vergangenheit hatte der US-Präsident den EU-Mitgliedsstaaten wiederholt vorgeworfen, nicht genug für das jahrzehntealte Militärbündnis auszugeben, das als Bollwerk gegen Moskaus Aggressionen ins Leben gerufen wurde. Von Ländern wie Frankreich und Deutschland verlangt Trump, ihre Verteidigungsausgaben deutlich zu erhöhen.

Mit Macron sollte am Samstag zunächst über europäische Sicherheitsfragen, Syrien und den Iran beraten werden. Trumps Nationaler Sicherheitsberater John Bolton sagte am Freitag in Paris, die Vereinigten Staaten machten sich Sorgen um die Stabilität Europas und dass Trump keine globalen Verpflichtungen scheue. „Ich denke, die andauernde Lehre (des Ersten Weltkriegs) ist für die Vereinigten Staaten, dass man bei der Entwicklung hin zu einer Weltmacht auch Interessen weltweit zu schützen hat.“ Große Anführer der Welt würden angetrieben durch nationale Interessen.

Kein offizielles Treffen zwischen Trump und Putin

Am Sonntag wird die Gedenkveranstaltung im Schatten des Arc de Triomphe in Paris stattfinden. „Ich habe gesehen, was sie planen und ich denke, das wird etwas sehr Besonderes“, erklärte Trump am Freitag vor dem Verlassen des Weißen Hauses. Er freue sich auf die Feierlichkeiten – viele andere Staats- und Regierungschefs würden da sein, „besonders, weil sie gehört haben, dass die Vereinigten Staaten da sein werden“.

Gemeinsam mit seiner Frau, First Lady Melania Trump, sollte er zudem mehrere Gedenkstätten besuchen, die amerikanischen Militärangehörigen gewidmet sind. Entgegen vorheriger Überlegungen im Weißen Haus stand kein Treffen Trumps mit dem russischen Präsidenten Wladimir Putin auf der Agenda. Dennoch hielt Trump sich die Möglichkeit offen, mit ihm zusammenzukommen: „Ich weiß nicht, ob wir uns in Paris sehen werden, aber vielleicht. Es gibt vielleicht ein Mittagessen für die Staatenlenker.“ Eine offizielle Zusammenkunft dürfte es wahrscheinlich beim G20-Gipfel in Argentinien Ende des Monats geben.

Von RND/AP