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Deutschland / Weltweit UN: Der IS nutzt „menschliche Schutzschilde“
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22:37 21.10.2016
Irakische Familien, die sich rechtzeitig in Sicherheit bringen konnten (Archivbild). Quelle: AFP
Genf

Um die Offensive irakischer Sicherheitskräfte auf Mossul aufzuhalten, soll die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) nach Angaben der UN Hunderte Zivilisten als „menschliche Schutzschilde“ missbrauchen. „Wir sind darüber sehr besorgt“, sagte der UN-Hochkommissar für Menschenrechte, Said Rad al-Hussein, am Freitag in Genf.

Hunderte Familien als Schutzschilde

Sein Büro habe Informationen erhalten, wonach IS-Kräfte zu diesem Zweck am Montag 200 Familien aus dem Dorf Samalia gezwungen hätten, in die IS-Hochburg Mossul zu gehen. Am selben Tag seien 350 Familien aus einem Vorort nach Mossul gekommen, nachdem sie offenbar an der Flucht in ein von der Regierung kontrolliertes Gebiet gehindert worden seien. Zudem prüfe man Berichte, wonach IS-Terroristen in einem Dorf bei Mossul 40 Zivilisten erschossen haben sollen.

„Wir wissen, dass der IS keinerlei Achtung vor dem menschlichen Leben hat“, sagte Al-Hussein. „Daher muss die irakische Regierung alles in ihren Kräften stehende tun, um Zivilisten zu schützen.“

Am Donnerstag hatte die irakische Armee ihre Offensive zur Rückeroberung von Mossul fortgesetzt und Erfolge gegen den IS vermeldet. Regierungschef Haider al-Abadi sagte, die Armee rücke schneller vor als erwartet. Östlich von Mossul vertrieben die Regierungstruppen den IS aus der Stadt Bartalla. Zugleich griffen kurdische Kämpfer vom IS gehaltene Dörfer nördlich der Großstadt an.

Von dpa/RND

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