Volltextsuche über das Angebot:

11 ° / 4 ° Regen

Navigation:
Union fordert „Belastungsbremse“ für den Bundeshaushalt

Jamaika und die Finanzen Union fordert „Belastungsbremse“ für den Bundeshaushalt

Bei den Jamaika-Sondierungen geht es um Mindereinnahmen und zusätzliche Ausgaben von mindestens 150 Milliarden Euro für den Bund: Mit Spannung wird deshalb die Steuerschätzung erwartet, deren Ergebnisse am Donnerstag vorgestellt werden. Die Union pocht schon einmal auf eine „Belastungsbremse“ für den Bundesetat.

Voriger Artikel
Warum Ex-Präsident Wulff die Kanzlerin besuchte

Von der Steuerschätzung erwarten die Jamaika-Unterhändler Klarheit über ihre finanziellen Spielräume

Quelle: dpa

Berlin. In der Union wird die Forderung nach einer Belastungsbremse für den Bundeshaushalt laut. „Die Sondierungsparteien müssen bei den finanzwirksamen Maßnahmen klare Prioritäten setzen. Nur so kann die solide Haushaltspolitik ohne neue Schulden fortgesetzt werden“, sagte Eckhardt Rehberg (CDU), Chefhaushälter der Unionsfraktion im Deutschen Bundestag, dem RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND) am Montag. „Von der Steuerschätzung erwarte ich keine zusätzlichen positiven Überraschungen für den Bund.“ Ohne Beschränkung zusätzlicher Belastungen für den Bundeshaushalt wie Ausgaben oder Steuersenkungen auf „jährlich maximal sieben bis acht Milliarden Euro“ drohe eine Rückkehr in die Neuverschuldung, heißt es in einem Papier der Unionsfraktion, das dem RND vorliegt. Die aktuellen Forderungen der Jamaika-Sondierer würden sich demnach auf 150 Milliarden Euro für die gesamte Legislaturperiode belaufen, „die überwiegend den Bundeshaushalt belasten“.

Am Donnerstag werden die mit Spannung erwarteten Ergebnisse der Steuerschätzung erwartet. CDU-Haushaltsexperte Rehberg erklärte, das Steueraufkommen bei Ländern und Gemeinden steige stärker als beim Bund. Grund dafür seien die erheblichen Entlastungen der Länder durch den Bund über die Umsatzsteuer und ab 2020 im Rahmen der Reform der Bund-Länder-Finanzbeziehungen. „Die Länder verzeichnen aktuell einen Überschuss von fast 13 Milliarden Euro“, so Rehberg. „Angesichts dieser Zahlen sind die Länder und viele Gemeinden selbst in der Lage, ihre drängenden Aufgaben zu finanzieren. Der Bund kann nicht ständig neue Wohltaten an Länder und Gemeinden verteilen.

Von Rasmus Buchsteiner / RND

Voriger Artikel

Möchten Sie uns zu diesem Artikel Ihre Meinung sagen? Dann schicken Sie uns einen Leserbrief.

Leserbrief schreiben
Mehr aus Deutschland / Weltweit
24. Juli 2017 - Alev Doğan in Allgemein

Es gibt eine Wahrheit, vor der auch ich mich schon lange drücke. Eine, die auszusprechen weh tut: Um die Türkei steht es im Moment nicht gut. Ach was, um die Türkei steht es im Moment miserabel.

mehr