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Deutschland / Weltweit Was Rentner und Beitragszahler jetzt wissen müssen
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17:26 07.11.2018
Bis 2032 steigen die Renten nach der aktuellen Prognose der Rentenversicherung um rund 38 Prozent. Quelle: Foto: Marijan Murat/dpa

Was haben Rentnerinnen und Rentner 2019 zu erwarten?

Anfang Juli steigen ihre Bezüge und zwar deutlich. 2019 wird ein Rentenplus von 3,18 Prozent in Westdeutschland sowie von 3,91 Prozent in Ostdeutschland erwartet. Eine monatliche Rente von 1000 Euro, die nur auf Westbeiträgen beruht, würde sich demnach um 31,80 Euro erhöhen, eine gleich hohe Rente mit Ostbeiträgen um 39,10 Euro. Endgültig festgelegt wird die Rentenerhöhung für 2019 erst im Frühjahr, wenn die Daten zur Lohnentwicklung 2018 vollständig vorliegen.

Wie stehen die Perspektiven für weitere Rentenerhöhungen?

Bis 2032 steigen die Renten nach der aktuellen Prognose der Rentenversicherung um rund 38 Prozent – im Schnitt um 2,5 Prozent pro Jahr. Klar ist bereits, dass die Rentenerhöhung im Jahr 2020 um etwa 0,9 Prozent geringer ausfallen wird, als dies ohne das schwarz-roten Rentenpaket, das an diesem Donnerstag vom Bundestag beschlossen werden soll, der Fall gewesen wäre. Dies ist unter anderem eine Folge der geplanten Ausweitung der Mütterrente.

Wie entwickelt sich der Renten-Beitragssatz in den nächsten Jahren?

Mit dem Rentenpaket wird auch eine Beitragsobergrenze von 20 Prozent eingeführt. Moment liegt der Beitragssatz bei 18,6 Prozent. Rechnerisch, bestätigte die Rentenversicherung an diesem Mittwoch, wäre eine Absenkung um 0,4 Prozentpunkte möglich. Schließlich erwartet man, dass das Polster der Rentenkasse bis zum Jahresende auf knapp 38 Milliarden Euro anwächst – ein neuer Rekordwert. Doch das schwarz-rote Rentengesetz schließt eine Absenkung aus. Die Mittel sollen eingesetzt werden, um die Leitungsausweitungen unter anderem bei der Mütterrente zu finanzieren.

Was wird aus der Renten-Einheit?

Sie schreitet voran. 2025 soll ein Rentenpunkt im Osten genauso viel wert sein wie im Westen. Im kommenden Jahr wird der Rentenwert in Ostdeutschland um 0,7 Prozentpunkte auf 96,5 Prozent des Westniveaus steigen – das ist auch die Folge des 2017 beschlossenen Gesetzes zur Renteneinheit.

Wie wirkt sich die Ausweitung der Mütterrente konkret aus?

Wer vor 1992 geborene Kinder betreut und erzogen hat, bekommt ab kommendem Jahr ein halbes Erziehungsjahr zusätzlich bei der Rente anerkannt. „Das heißt konkret, die betreffenden Renten erhöhen sich pro Kind um 16,02 Euro brutto bei einer Erziehung im Westen und um 15,35 Euro brutto bei einer Erziehung im Osten“, so Alexander Gunkel, Co-Chef der Rentenversicherung, am Mittwoch in Würzburg. Bei der Auszahlung der Mütterrente wird es zu Verzögerungen kommen – jedenfalls bei denjenigen, die bereits in Rente sind. Sie erhalten ihr zusätzliches Geld voraussichtlich erst ab dem Frühjahr, bekommen aber eine Nachzahlung für die ersten Monate des Jahres.

Was ändert sich für krankheitsbedingte Frührentner?

Das Gesetz, das an diesem Donnerstag im Bundestag zur Abstimmung steht, sieht vor dass ihre Renten so berechnet werden, als hätten sie nach Eintritt ihrer Erwerbsminderung bis zur Altersgrenze so weitergearbeitet wie bisher – analog zur steigenden Renten-Altersgrenze. Von den Verbesserungen profitieren nach Angaben des Bundesarbeitsministeriums jährlich mehr als 170 000 Neu-Rentner mit Erwerbsminderung. Wer bereits krankheitsbedingt vorzeitig in Rente gegangen ist, hat jedoch nichts von den Verbesserungen.

Wann gehen die Deutschen im Schnitt in Rente?

Immer später. 2017 waren Arbeitnehmer den Angaben zufolge im Schnitt mit 64,1 Jahren in den Ruhestand gegangen. 2000 hatte das tatsächliche Renteneintrittsalter noch bei 62,3 Jahren gelegen. Der Anteil der Beschäftigten in der Altersgruppe der 60- bis 64-Jährigen ist im vergangenen Jahr auf um zwei Prozentpunkte auf 58 Prozent gestiegen, heißt es im Rentenversicherungsbericht. Im Jahr 2000 hatte der Anteil der Älteren mit Job noch bei 20 Prozent gelegen.

Wie hoch sind die Renten eigentlich im Schnitt?

2017 lag der monatliche Zahlbetrag im Schnitt bei 865,94 Euro (2015: 812,72 Euro), bei Männern waren es 1083,09 Euro, bei Frauen dagegen 689,36 Euro.

Von Rasmus Buchsteiner/RND

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