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Niedersachsen 3100 Gäste feiern Sommerfest bei den Niedersachsen in Berlin
Nachrichten Politik Niedersachsen 3100 Gäste feiern Sommerfest bei den Niedersachsen in Berlin
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00:17 28.06.2018
Sommerfest der niedersächsischen Landesvertretung Quelle: Rainer Dröse
Berlin

Ministerpräsident Stephan Weil (SPD) hatte es beim Rundgang sehr eilig. Vielleicht, weil bei 3100 angesagten Gästen irgendwann nicht mehr viel Platz gewesen wäre, um allen Ständen einen Besuch abzustatten. Vielleicht, weil sich Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) für den späteren Abend als Überraschungsgast angesagt hatte. Vielleicht auch einfach nur, weil das Protokoll für jede der 65 Stationen nicht mal eine Minute Zeit vorgesehen hatte.

Ein Schluck Mineralwasser aus Bad Pyrmont, ein paar Kirschen aus dem Alten Land, ein frisches Gezapftes aus dem Nordwesten – und immer im Blitzlichtgewitter der Fotografen: „Niedersachsen hat viel zu bieten bei Lebensmitteln“, lobte Weil die Spezialitäten, die im Garten der Landesvertretung angeboten wurden. Dann ein unerwartetes Problem bei den Greetsieler Krabben . „Die sind noch in der Kühlung“, sagt eine ältere Dame. Macht nichts, kommt er halt später wieder. Mehr Erfolg hat der Ministerpräsident beim Krökeln: Pass auf den Mittelstürmer, Schuss, Tor nach zehn Sekunden. „Und tschüss“, ruft Weil den verdutzten Mitspielern zu. Weiter geht es.

Zum 18. Mal feierte die Landesvertretung Niedersachsen am Montagabend ihr Sommerfest in den Ministergärten am Potsdamer Platz. Mit einem Besucherrekord. Noch 100 Gäste mehr als im vergangenen Jahr. „Die Superlative spiegelt auch ein wenig wieder, wie wir uns in Niedersachsen fühlen – nämlich erfolgreich“, sagte Weil. Unter den angesagten Gästen aus Politik, Wirtschaft, Wissenschaft, Kultur und Medien waren etwa die Bundesminister Hubertus Heil, Katarina Barley und Franziska Giffey (alle SPD) sowie Jens Spahn (CDU). Auch SPD-Chefin Andrea Nahles und VW-Konzernchef Herbert Diess wurden erwartet.

„Mega-Event im politischen Sommer in Berlin“

Die Ministerin für Bundesangelegenheiten und Leiterin der Landesvertretung in Berlin, Birgit Honé (SPD), sprach von einem „Mega-Event im politischen Sommer in Berlin“. Das Sommerfest sei mit den Jahren zu einem wirklich großen Ereignis herangewachsen. Die maximale Größe sei aber jetzt erreicht.

Honé betonte, dass kein Steuergeld in das Sommerfest fließe. Es werde von rund 80 Sponsoren finanziert – vorwiegend aus der niedersächsischen Wirtschaft. Die Ministerin bezifferte die Kosten auf rund 285.000 Euro. „Weitere rund 70 Unternehmen sorgen mit ihren kulinarischen Angeboten und Getränken für das leibliche Wohl der Gäste.“ Untermalt wurde das Fest mit musikalischen Einlagen auf den Bühnen.

Weil: Bundesregierung in „ernsthafter Krise“

Trotz der festlichen Stimmung wurde Weil natürlich von Journalisten zur politischen Lage befragt. In der Asylfrage bezeichnete der Ministerpräsident das Verhalten der CSU als „hochverantwortungslos“. Die Bundesregierung befinde sich in einer wirklich ernsthaften Krise. Dies mache ihm nicht nur als Landespolitiker, sondern auch als Staatsbürger große Sorgen. Die CSU spiele mit dem wichtigsten Kapital der Demokratie: „Vertrauen“. Er hoffe aber, dass die Koalition doch wieder zueinander finde, sagte Weil.

Nach einer angetäuschten Lütje Lage mit den Bruchmeistern vom Schützenfest, durfte der Ministerpräsident dann auch endlich an einem Bier aus Hannover nippen. „Kann man trinken“, meinte Weil. Das sei für einen Hannoveraner das höchste Lob der Gefühle, scherzte er – und eilte weiter.

Von Marco Seng

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