Attentate von Paris: Mutmaßliches IS-Mitglied in Niedersachsen festgenommen
Menü
Schaumburger Nachrichten | Ihre Zeitung aus Schaumburg
Anmelden
Niedersachsen Mutmaßliches IS-Mitglied in Niedersachsen festgenommen
Nachrichten Politik Niedersachsen Mutmaßliches IS-Mitglied in Niedersachsen festgenommen
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
19:12 21.12.2016
Bewaffnete Polizisten in Paris. Am Abend des 13. November 2015 wurden dort bei islamistisch motivierten Attentaten 130 Menschen getötet. Einer der Verdächtigen, die bei der Vorbereitung der Anschläge beteiligt gewesen sein sollen, wurde nun in Niedersachsen festgenommen. Quelle: dpa/Archiv

Beamte des Bundeskriminalamts haben im Auftrag der Bundesanwaltschaft in Niedersachsen ein mutmaßliches Mitglied der Dschihadistenmiliz Islamischer Staat (IS) festgenommen. Wie die Karlsruher Behörde am Mittwoch mitteilte, wurde am Vortag zudem die Wohnung des 24-jährigen Marokkaners durchsucht. Redouane S. sei dringend verdächtig, in den Jahren 2014 und 2015 als IS-Mitglied agiert zu haben.

Wie der NDR berichtet, wurde der Mann in Otter nahe Tostedt (Landkreis Harburg) festgenommen. Ein Zusammenhang zu dem Anschlag auf einen Berliner Weihnachtsmarkt gibt es wohl nicht.

Gegen den Beschuldigten lag den Angaben zufolge ein Haftbefehl des Ermittlungsrichters am Bundesgerichtshof vor. Er wurde demnach am Mittwoch dem Ermittlungsrichter des Bundesgerichtshofs vorgeführt, der ihm den Haftbefehl eröffnete und den Vollzug der Untersuchungshaft anordnete. Ihm werde vorgeworfen, der Gruppe um das IS-Führungsmitglied Abdelhamid Abaaoud, einen der mutmaßlichen Planer und Attentäter der Anschläge von Paris am 13. November vergangenen Jahres, anzugehören.

Demnach oblag ihm "die Sicherung von konspirativen Wohnungen in der Türkei und in Griechenland, die zur Anschlagsvorbereitung dienten". Der Beschuldigte sei zudem "in die von Abaaoud angeleiteten Planungen und Vorbereitungen des konkreten Anschlags am 15. Januar 2015 in Verviers in Belgien eingeweiht" gewesen.

Auch nach seiner Einreise nach Deutschland im Mai 2015 habe er in Kontakt zu der Gruppe um Abaaoud gestanden und sich für weitere Anweisungen bereit gehalten.

afp/dpa

Niedersachsen Ministerpräsident Weil nach Anschlag in Berlin - "Terroristen nicht Triumph über Freiheit geben"

Der niedersächsische Ministerpräsident Stephan Weil (SPD) hat nach dem mutmaßlichen Anschlag von Berlin dazu aufgerufen, sich dem Terror entgegenzustellen. Die Sicherheitsbehörden würden alles tun, um weitere Anschläge zu verhindern. Eine absolute Sicherheit gebe es aber nicht, sagte Weil.

20.12.2016

Laut Ministerpräsident Stephan Weil (SPD) wird Niedersachsen in diesem Jahr voraussichtlich unter den Bundesländern die höchste Rückführungsquote bei Flüchtlingen haben. "Wir rechnen damit, dass wir am Ende des Jahres etwa 2000 Menschen abgeschoben haben werden", sagte Weil.

20.12.2016

Ein altes Kapitel aus den Siebzigerjahren soll im Landtag noch einmal aufgerollt werden. SPD-Abgeordneter Bernd Lynack unterstützt die Forderung nach politischer Rehabilitierung der Demonstranten, die von jahrelangen Berufsverboten betroffen waren. CDU und FDP sind dagegen skeptisch.

Michael B. Berger 15.12.2016