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Niedersachsen Göttingerin Guth will AfD-Chef Hampel ablösen
Nachrichten Politik Niedersachsen Göttingerin Guth will AfD-Chef Hampel ablösen
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06:02 22.03.2017
Die Göttingerin Dana Guth will Landesverbandsvorsitzende werden.
Hannover

Die Finanzmaklerin will den seit Monaten tief zerstrittenen Verband wiedervereinen und die Listenaufstellung für die Bundestagswahl wiederholen. Guth gehört zu den Rebellen in der AfD, die Parteichef Hampel einen undemokratischen Führungsstil, Satzungsbruch und eine schlechte politische Bilanz vorwerfen. Hampel wiederum hält den Kritikern vor, aus Machtstreben zu handeln und den Landesverband zerstören zu wollen.

Wie die Kräfteverhältnisse in der Partei aussehen, ist nicht klar: Anfang des Jahres hat ein Drittel aller Kreisverbände vor der Listenaufstellung zur Bundestagswahl einen Hampel-kritischen Antrag unterstützt. Bei der Aufstellungsversammlung selbst, bei der kein Delegiertenprinzip gilt, sondern jedes anwesende Parteimitglied abstimmen darf, hat wiederum Hampel mit seinem Lager klar gesiegt.

Es sei dabei aber rechtlich nicht alles sauber gelaufen, glauben mehrere Rebellen, darunter auch Guth. So seien vor den Wahlen Zettel ausgeteilt worden, welcher Kandidat zu wählen und welcher abzustrafen sei. Deshalb müsse die Aufstellung wiederholt werden.

Unterdessen sind in Hameln zwei Mitglieder des Stadtrates aus der AfD ausgetreten, nachdem in einem Mitglieder-Chat des AfD-Kreisverbandes antisemitische und rassistische Hetzbotschaften verbreitet worden waren. „Der rechte Sumpf in der AfD“ sei nicht ihr Ding, teilten die Hamelner Ratspolitiker Rico Lüdtcke und Horst Seeger mit.     

Zum Start der Computermesse Cebit ist in Niedersachsen eine Debatte um die Fortschritte bei der Digitalisierung entbrannt. Während sich Lehrerverbände gegen Behauptungen wehrten, sie würden die digitale Bildung an den Schulen blockieren, mahnte die Wirtschaft unter anderem eine bessere Versorgung mit schnellem Internet an.

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In einem Gruppenchat sollen Mitglieder der AfD rassistische, antisemitische und pornografische Bilder ausgetauscht haben. Als Administrator der Gruppe soll der Vorsitzende des AfD-Kreisverbandes Weserbergland die Nachrichten toleriert haben. Die Partei bestreitet den Vorwurf nicht, sieht aber eine neue "Schmierenkampagne" gegen sich laufen. 

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