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Jörn Wedemeier neuer Bürgermeister

Samtgemeinde Sachsenhagen / Wahlen Jörn Wedemeier neuer Bürgermeister

Jörn Wedemeier (SPD) ist mit 52 Prozent der Stimmen zum hauptamtlichen Bürgermeister der Samtgemeinde Sachsenhagen gewählt worden. Er setzte sich deutlich gegen Heiko Bothe (CDU) durch, der auf 36,13 Prozent kam. Ingo Harmening erreichte 11,85 Prozent der Stimmen.

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Der unterlegene Heiko Bothe (links) gratuliert Jörn Wedemeier zur Wahl.

Quelle: jpw

Samtgemeinde Sachsenhagen (jpw). „Das ist super!“, strahlte Jörn Wedemeier im Rathaus in Hagenburg unmittelbar nachdem sein Sieg feststand. Der bisherige „zweite Mann“ in der Samtgemeindeverwaltung nahm anschließend viele Glückwünsche, darunter die seiner Familie, entgegen.

Der noch amtierende Samtgemeindebürgermeister Arthur Adam (SPD) freute sich über den „richtigen Mann mit dem richtigen Ergebnis am richtigen Platz“.

„Klar bin ich ein wenig enttäuscht“, kommentierte Heiko Bothe das Ergebnis. Bothe zeigte sich aber damit zufrieden, dass er in Hagenburg und besonders in „seinem“ Wahllokal, dem Ratskeller, besser abgeschnitten hat als Wedemeier: „Dort habe ich 70 Stimmen mehr bekommen.“

Der dritte Samtgemeindebürgermeisterkandidat, Ingo Harmening, wertete sein Abschneiden zufrieden als „im Rahmen seiner Erwartungen“ angesiedelt. Der Bergkirchener liegt in seiner Heimatgemeinde nahezu gleichauf und nur wenige Stimmen hinter Wedemeier zurück.

Um 18.16 Uhr flimmerten bereits die ersten Ergebnisse im Hagenburger Rathaus über den Beamer an die Wand des Sitzungssaals im ersten Stock, um 18.40 Uhr waren die insgesamt elf Wahllokale in der Samtgemeinde ausgezählt.
Angesichts der weiteren Auszählung zogen sich die Kandidiaten relativ schnell in ihre „Quartiere“ wieder zurück.

Wedemeier folgte der SPD in die Gaststätte „Haberlah“, um dann später über Auhagen nach Wölpinghausen zur „Kleinen Freiheit“ weiterzufahren. Bothe bezog mit Parteifreunden im „Ratskeller“ Quartier.

Kommentar

Strahlender Sieg

Das Ergebnis ist deutlich: 52 % und ein strahlender Sieg für Jörn Wedemeier (SPD), knapp 12 % und ein achtbares Ergebnis für den Einzelbewerber Ingo Harmening und eine 36-Prozent-Klatsche für Heiko Bothe. Die Bürger am Steinhuder Meer haben sich für Sachverstand, Kontinuität und Kreativität entschieden. Einerseits ist Jörn Wedemeier ein erfahrener Verwaltungsmann und war einige Jahre bereits Stellvertreter des bisherigen Samtgemeindebürgermeisters. Andererseits gilt er als kreativer Kopf, der kommunalpolitische Probleme schnell in größerem Zusammenhang analysieren kann. Genau das braucht die Samtgemeinde Sachsenhagen in den nächsten Jahren, denn an den grundsätzlichen Problemen hat sich nichts geändert. Die Randlage am Steinhuder Meer in direkter Nachbarschaft zur Region Hannover und dem Kreis Nienburg verlangt nach kreativen Ansätzen in Fragen des Naturschutzes, des Tourismus und der Verwaltungskooperationen. Vieles hat Wedemeiers Vorgänger Arthur Adam bereits auf den Weg gebracht, einiges werden der neue Rat und der neue Bürgermeister noch leisten müssen. Kreativität und einen langem Atem braucht der neue Verwaltungschef allerdings auch intern. Die Samtgemeinde Sachsenhagen ist alles andere als ein monolithischer Block ungetrübter Harmonie, dort driften die Einzelinteressen der Gemeinden zum Teil heftig auseinander. Das wird sich die Samtgemeinde – vor allem in Fragen der Kinderbetreuung – nicht lange leisten können.

Interessant wird das künftige Zusammenspiel zwischen Samtgemeindebürgermeister, -rat und –verwaltung, denn jetzt treffen Gewinner und Verlierer dieser Bürgermeisterwahl regelmäßig aufeinander. Solche Wahlen sind kein Selbstzweck und schon gar nicht erfunden als Meilensteine einzelner Karieren. In diesem Fall haben die Wähler am Steinhuder Meer bestimmt, wer in welcher Rolle fortan für die Samtgemeinde tätig sein soll, und das eindeutig. Wedemeier, Bothe und Harmening können in den nächsten Monaten und Jahren zeigen, wie viel Format jeder von ihnen hat. Sie werden es auch müssen.

Christoph Oppermann

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24. Juli 2017 - Alev Doğan in Allgemein

Es gibt eine Wahrheit, vor der auch ich mich schon lange drücke. Eine, die auszusprechen weh tut: Um die Türkei steht es im Moment nicht gut. Ach was, um die Türkei steht es im Moment miserabel.

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