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Grüne stellen zu wenig Kandidaten

Samtgemeinde Nenndorf / Kommunalwahl Grüne stellen zu wenig Kandidaten

Im Samtgemeinderat sitzen künftig nur noch 31 Politiker plus Samtgemeindebürgermeister. Die Grünen, die den Sprung in das Gremium geschafft haben, können nur zwei Ratsherren stellen, obwohl die Zahl der Wählerstimmen für drei Sitze gereicht hätte. Das Mandat verfällt – mit Folgen für künfige politische Entscheidungen. Mit insgesamt 32 Stimmen kann es bei Abstimmungen nun zu Pattsituationen kommen.

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Die Grünen werben um Wählerstimmen, können aber ihre Ratsmandate nicht besetzen.

Quelle: bes

Samtgemeinde Nenndorf (kcg). „Wir haben nicht zu wenig Stimmen, sondern zu wenig Bewerber“, erklärte Rudolf Zerries, Sprecher der Nenndorfer und Rodenberger Grünen zum Wahlergebnis. Es sei bedauerlich, dass es seiner Gruppe nicht gelungen sei, mehr Verfechter grüner Politik für eine Kandidatur zu begeistern.

Sowohl SPD als auch FDP haben auf Samtgemeindeebene Federn lassen müssen. Die Sozialdemokraten müssen zwei Sitze abgeben, bleiben aber mit zwölf Mandaten weiter stärkste Fraktion im Samtgemeinderat. Die FDP verliert ihren einzigen Sitz und ist damit nicht mehr im neuen Rat vertreten. Für die CDU bleibt mit elf Sitzen alles beim Alten.

Gewinner der Wahl sind außer den Grünen die WGN und die Linke. Die Wählergemeinschaft Nenndorf hat zwei Sitze hinzugewonnen und ist künftig mit fünf Mandaten im Rat vertreten – eines gehört Karl-Walter Brüggenwirth, der bisher für die Freien Wähler Hohnhorst im Rat saß, sich für die Kommunalwahl aber der WGN angeschlossen hatte. Bei den Linken reichten die Wählerstimmen für einen Sitz.
„Soweit ganz zufrieden“ ist CDU-Samtgemeindeverbandsvorsitzender Werner Bövers mit dem Abschneiden seiner Partei. Mit Blick auf eine mögliche Zusammenarbeit will die CDU nun in den kommenden Tagen Gespräche mit der WGN führen.

Auf die Kooperationsbereitschaft von WGN, Grünen und Linkspartei setzt auch Udo Husmann, Chef des SPD-Samtgemeindeverbandes, der mit allen drei Parteien schnell über eine Zusammenarbeit sprechen will. Zum Verlust der beiden Sitze erklärte Husmann: „Die Mandate sind an die Grünen und die Linke gegangen“, beides wichtige Mitbewerber mit ähnlichen politischen Einschätzungen. „Aber das wirft uns nicht zurück, wir sind weiterhin stärkste Fraktion.“

4 Die SPD schickt Volker Busse (324 Stimmen), Christine Cronjäger (187), Udo Husmann (450), Sabine Finsterle (122), Matthias Kahle (87), Herbert Kruppa (244), Wolfgang Lehrke (175), Sigmar Sandmann (1075), Horst Schlüter (421), Ralph Tegtmeier (346), Friedrich Varwig (351) und Wolfgang Wlotzka (206) in den Samtgemeinderat. Die CDU-Mandatsträger sind Friedhelm Brandes (550), Rainer Britz (345), Werner Bövers (850), Jacques Du Preez (94), Oliver Hartmann (242), Cord Lattwesen (619), Marlies Matthias (287), Frank Prietzel (225), Reinhard Schulte (142), Rolf Stierand (223) und Klaus Weisbrich (371). Die WGN entsendet Heike Beiersdorfer (94), Erwin Biener (415), Karl-Walter Brüggenwirth (375), Rosemarie Börner (182) und Uwe Engelking (405). Konstantinos Toubekis (274) und Heiner Wrede (376) ziehen für die Grünen in den Rat, Olaf Buschmann (101) für die Linke.

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24. Juli 2017 - Alev Doğan in Allgemein

Es gibt eine Wahrheit, vor der auch ich mich schon lange drücke. Eine, die auszusprechen weh tut: Um die Türkei steht es im Moment nicht gut. Ach was, um die Türkei steht es im Moment miserabel.

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