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Grüne werden doppelt so stark

Rehburg-Loccum / Wahl Grüne werden doppelt so stark

Einige Veränderungen in den Mehrheitsverhältnissen bringen die Stadt- und Ortsratswahlen in Rehburg-Loccum mit sich. Bündnis 90/Die Grünen haben ihre Sitze im Stadtrat von zwei auf vier verdoppelt und in Rehburg wird erstmals eine Frau Bürgermeister.

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Angelika Teßner (Mitte) muss in der Wahlnacht lange warten, bis feststeht, dass sie Rehburgs neue Ortsbürgermeisterin wird.

Quelle: ade

Rehburg-Loccum (ade). Nach langem Zittern und Bangen in den Reihen der SPD stand gegen 3.30 Uhr fest, dass drei der sieben Sitze im Rehburger Ortsrat an die Genossen, drei weitere an die CDU und der siebte an Bündnis 90/Die Grünen gehen. „Das ist Adrenalin!“, sagte Angelika Teßner. Für die SPD-Frau stand damit fest, dass sie neue Ortsbürgermeisterin in Rehburg wird. Elke Lustfeld, die für die Grünen in den Ortsrat kommt, signalisierte Teßner ihre Unterstützung. 40,81 Prozent für die CDU, 38,07 Prozent für die SPD und 14,19 Prozent für die Grünen brachten die Wende. Vera Hauser, die für die FDP antrat, muss mit 6,91 Prozent ihren Sitz im Ortsrat räumen.

In den Ortsräten der Stadt ist das nicht die einzige Wende. Auch in Bad Rehburg haben die Roten dieses Mal die Nase vorn. 48,83 Prozent für die CDU stehen 51,16 Prozent für die SPD gegenüber – drei Sitze für die SPD, zwei für die CDU bedeutet dieses. Es zeichnet sich ab, dass statt Isolde Dralle nun erneut Jürgen Wagner Ortsbürgermeister wird. Wenig überraschend hingegen ist das Winzlarer Ergebnis. Ortsbürgermeister Rüdiger Dreßler (CDU) bleibt unangefochten. Den drei CDU-Sitzen stehen einer für die SPD und einer für die Grünen gegenüber. In Loccum haben SPD und CDU zwar leichte Verluste gegenüber den Grünen hinnehmen müssen, an den Mehrheiten ändert sich aber nichts. Wiederum wird die SPD mit vier Sitzen stärkste Kraft sein und Ortsbürgermeisterin Dörte Zieseniß im Amt bleiben. Die CDU bekommt erneut zwei Sitze, die Grünen einen Sitz.

In Münchehagen ist klar, dass die SPD ihren Vorsprung gegenüber der CDU mit 63,80 Prozent noch geringfügig ausgebaut hat. Zwei Sitze für die CDU, drei Sitze für die SPD ergibt das. Ortsbürgermeister Kay Anders sieht dieses Ergebnis allerdings mit einem lachenden und einem weinenden Auge. Die SPD habe zwar zugelegt, sagt er, sein persönliches Ergebnis sei aber schlechter geworden. Anders 333 Stimmen stehen 386 Stimmen gegenüber, die seine Parteikollegin Renate Braselmann bekam. CDU-Mitglied Walter Mau kam auf 398 Stimmen. Die Ortsbürgermeisterfrage müsse vor diesem Hintergrund parteiintern noch diskutiert werden, sagte Anders.

Im Rat der Stadt sind eindeutig die Grünen die Gewinner. Hatten sie bisher zwei Sitze, so kommen nun vier Grüne in den Ratssaal. Mit einem Zuwachs von 6,9 Prozent gingen 14,13 Prozent der Stimmen an sie. 44,57 Prozent und damit 11 Sitze hat die SPD, neun Sitze (35,66 Prozent) bekommt die CDU – jede der Parteien hatte zuvor einen Sitz mehr. Wählergemeinschaft und FDP haben jeweils einen Sitz.

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