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SPD holt Mehrheit im Stadtrat

Obernkirchen / Wahl SPD holt Mehrheit im Stadtrat

Mit einer unerwarteten Deutlichkeit hat die SPD die Kommunalwahl in der Bergstadt für sich entscheiden können: 5170 Stimmen konnten die Sozialdemokraten für sich verbuchen, das reicht für die absolute Mehrheit im neuen Stadtrat, indem sie zwölf Sitze einnehmen kann. Die CDU ist der eindeutige Verlierer des Wahlabends, die Grünen holen sich einen dritten Sitz, auch Bernd Kirsch von WIR ist im neuen Parlament wieder vertreten.

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Obernkirchen (rnk). Als Horst Sassenberg pünktlich um 18 Uhr im improvisierten Wahlsaal in der Sparkasse erschien, sah er das Unheil schon kommen: „Wir werden Federn lassen“, prophezeite das politische Urgestein der CDU. Er sollte recht behalten an diesem Abend, an dem es die ersten Ergebnis für die Stadtratswahl. Sassenberg selbst erhielt am Ende des Abends 788 Stimmen, deutlich weniger, als er es von früheren Wahlen gewohnt ist. Auch Martin Schulze-Elvert oder Beate Krantz erreichten nicht einmal annähernd ihre früheren Stimmzahlen.

Dafür punktete die SPD gleich zweimal: Zum Ersten mit den bekannten Gesichtern aus dem Rat, von denen Manfred Eßmann sich als Primus inter Pares fühlen durfte: Er kandidierte auf dem letzten Platz der Liste – und holte mit 547 die meisten Stimmen. Auch die neuen Namen trugen ihren Teil bei: Rolf-Bernd De Groot holte das sechstbeste Ergebnis der Partei, Oliver Keller lief hinter ihm ins Ziel ein, auch Klaus Brinkmann schlug sich mehr als achtbar, und selbst Barbara Roeder-Schmidt profitierte davon, dass die Partei zwölf Sitze erhält – sie ist drin.

Die SPD profitiert übrigens noch vom Hare/Niemeyer-Verfahren: Es sieht ein sogenanntes Vorwegmandat vor, falls eine Partei über 50 Prozent der Stimmen erreicht, sich dies aber nicht durch die Sitze ausdrückt. Nach der Auszählung der Stimmen hätte die SPD elf Sitze gehabt (so viel wie Grüne, CDU und WIR auch), dies hätte aber nicht die Mehrheit widergespiegelt. Der zwölfte Sitz geht zulasten der CDU.

Auch wenn sie die nächsten fünf Jahre ind er Opposition verbringen werden: Die Grünen dürfen sich ebenfalls als (relative) Gewinner fühlen. Zwar hat Thomas Stübke weniger Stimmen als 2006 erzielt, dafür räumte Christina Steinmann mächtig ab – wohl auch zulasten von Stübke. Und mit Michael Dombrowski zieht wieder ein Urgestein der Grünen in den Rat ein. Bernd Kirsch (WIR) bewegte sich auf den Stimmenniveau von 2006, was den Wiedereinzug bedeutete.

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