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Niedersachsen Land will künftig Soforthilfe für die Nordseeküste
Nachrichten Politik Niedersachsen Land will künftig Soforthilfe für die Nordseeküste
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07:41 24.01.2017
Auf Wangerooge muss der Strand teilweise erneuert werden. Quelle: Peter Kuchenbuch-Hanken
Hannover

Hannover. Zwei Wochen nachdem Sturmtief „Axel“ an der Nordseeküste gewütet hat, sind die Schäden dort noch immer nicht vollständig beseitigt. Vor allem die Bürokratie stand einer raschen Säuberung der Küste lange im Weg. Künftig soll es „Bergung vor Klärung“ heißen: Niedersachsens Umweltminister Stefan Wenzel (Grüne) will den Inselbewohnern unmittelbar Hilfe zukommen lassen.

„Wir wollen dafür Sorge tragen, dass die Schäden möglichst schnell beseitigt werden“, sagte Wenzel der HAZ. Bei kommenden Sturmfluten solle die zuständige Behörde die Kosten für eine schnelle Säuberung der verschmutzten Strände vorschießen, etwa das Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie. Danach werde dann ermittelt, wer für die Schäden verantwortlich zu machen sei und belangt werden könne.

Vergangene Woche hatte sich Umweltstaatssekretärin Almut Kottwitz auf Wangerooge und Langeoog selbst ein Bild gemacht. Dort waren die Schäden durch angespültes Strandgut, Plastik in den Dünen und abgebrochene Strandteile besonders schwerwiegend. Das Treibgut an den Stränden von Langeoog sei größtenteils abgetragen, sagte Bürgermeister Uwe Garrels (parteilos) jetzt. „Aber es ist noch vieles im Wasser, was wir bisher nicht gefunden haben.“

90.000 Kubikmeter Sand weg

Wangerooges Bürgermeister Dirk Lindner blickt mit Sorge auf die Schutzmaßnahmen. Sturm Axel habe an den Stränden einen Schaden von etwa 400 000 Euro angerichtet, trug 90 000 Kubikmeter Sand ab. „Wir haben jedes Jahr das Problem, dass wir den Sand auf eigene Kosten wieder aufbringen müssen“, kritisiert Lindner. In vier Jahren seien so Kosten von 1,4 Millionen Euro entstanden, die seine Gemeinde übernehmen musste.

Auch die Inselgemeinde von Langeoog habe für die aktuellen Sturmschäden aufkommen müssen - was eine große finanzielle Belastung darstelle, sagte Bürgermeister Garrels. Besser geregelt werden solle auch der Abtransport des Treibguts am Strand. Im Falle angespülter Holzbretter etwa hätte der Zoll verboten, dass Bretter bewegt oder gar berührt werden dürften, da die Verzollung nicht geklärt war. Die letzten Stücke seien jedoch am Sonntag von den Beamten nach Emden gebracht worden.

von Nils Oehlgeschläger

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