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„Putenaffäre“ in Mecklenburg-Vorpommern

Opposition zweifelt an Grotelüschens Eignung zur Ministerin

Von Michael B. Berger

Die Landtagsopposition hat am Freitag erneut heftige Zweifel an der Eignung von Astrid Grotelüschen als Tierschutzministerin geäußert. Eineinhalb Stunden stand die CDU-Politikerin dem Agrarausschuss Rede und Antwort – zu der „Putenaffäre“ in Mecklenburg-Vorpommern.
Landwirtschaftsministerin Astrid Grotelüschen

Landwirtschaftsministerin Astrid Grotelüschen

© dpa

Dort sollen einige Tiere in den Ställen gequält worden sein. Die Abgeordneten wollen wissen, in welchen Geschäftsbeziehungen die Firma der Familie Grotelüschen zu den Putenmästern in Mecklenburg-Vorpommerm stünden. Die Ministerin betonte erneut, dass der Putenkükenzuchtbetrieb ihres Mannes keinen direkten Einfluss auf die Betriebe im Osten nähme. „Nach unseren Informationen ist das Bild, das Grotelüschen zeichnet, falsch“, erklärte Andrea Schröder-Ehlers, Agrarexpertin der SPD. So gebe es enge Verflechtungen zwischen Grotelüschen und den Mecklenburgern. Dies drücke sich etwa darin aus, dass Grotelüschens Firma Fitkost, deren Prokuristin die jetzige Ministerin gewesen sei, „annähernd die gleiche Adresse“ habe wie die Putenerzeugergemeinschaft Mecklenburg-Vorpommern. Frau Grotelüschen könne die Interessen des Tierschutzes nicht glaubwürdig vertreten. Das meint auch der Grüne Christian Meyer, der eine weitere Sondersitzung des Agrarausschusses fordert – mit der Ladung von Zeugen.

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