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Niedersachsen Mehr als 1600 neue Polizisten vereidigt
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15:14 16.01.2019
Junge Polizeianwärter heben bei einem Festakt zur Vereidigung die Hand in der Swiss Life Hall in Hannover. Mehr als 1600 im Jahr 2018 eingestellte Polizeianwärter der Polizeiakademie Niedersachsen sind am Mittwoch vereidigt worden. Foto: Sonja Wurtscheid Quelle: dpa
Hannover

Rekordzahl bei der Polizei in Niedersachsen: 1617 Polizeianwärter haben nach Angaben des Innenministeriums im vergangenen Jahr ihre Ausbildung aufgenommen – so viele wie nie zuvor. Die Zahl der Studierenden an der Polizeiakademie in Nienburg ist damit auf insgesamt 3756 gestiegen – auch ein neuer Rekord. In diesem Jahr sollen mehr als 1100 Anwärter eingestellt werden. „Mit einer gezielten Nachwuchsoffensive und zusätzlichen Stellen für unsere Polizei haben wir frühzeitig die Grundlage dafür gelegt, die niedersächsische Polizei zukunftsfest aufzustellen“, sagte Innenminister Pistorius (SPD) am Mittwoch bei der Vereidigung der Anwärter.

Mit den Neueinstellungen soll die Polizei nicht nur gestärkt werden, sondern auch das absehbare Ausscheiden vieler Beamter, die in den Ruhestand gehen, kompensiert werden. Von den frisch vereidigten Polizisten sind 693 Frauen und 924 Männer. 194 Studierende haben einen Migrationshintergrund. Damit sei der Frauenanteil bei den Polizeischülern auf knapp 43 Prozent gestiegen, ausländische Wurzeln hätten gut 12 Prozent, hieß es.

Im Jahr 2013 lag die Zahl der Anwärter nur bei 680, drei Jahren später waren es dann schon gut 1100. Die Nachfrage nach dem Polizeistudium ist nach Angaben des Innenministeriums weiterhin hoch. Es bewerben sich demnach jährlich zwischen 5000 und 6000 junge Leute. Carsten Rose, Direktor der Polizeiakademie, betonte, dass die Anforderungen an den Beruf zunehmend „komplexer und vielfältiger“ würden. Die Akademie werde die Anwärter aber Schritt für Schritt fit machen.

Die Polizeigewerkschaft GdP sieht in der Rekordanzahl von Anwärtern einen Erfolg ihrer jahrelangen Bemühungen um mehr Personal für die Polizei in Niedersachsen: „Seit 2013 hat hier ein Umdenken stattgefunden“, sagte GdP-Landeschef Dietmar Schilff. „In Zeiten zunehmender Gewalt gegen Amtsträger und Staatsbedienstete senden die Anwärterinnen und Anwärter mit ihrer Entscheidung für den Polizeidienst ein wichtiges Signal für den Rechtsstaat“, erklärte Ex-Innenminister Uwe Schünemann (CDU).

Die größte Hürde bei der Bewerbung für den Polizeiberuf ist der schriftliche Eignungstest. Knapp die Hälfte der für das Auswahlverfahren zugelassenen Kandidaten scheitere dabei, hieß es. Der überwiegende Teil der beim Eignungstest erfolgreichen Kandidaten absolviert dann auch den Sporttest sowie das Auswahlgespräch mit Erfolg, wie das Innenministerium mitteilte. Und selbst die vorgegebene Mindestkörperlänge von 1,63 Metern ist kein absolutes Ausschlusskriterium.

Von Marco Seng

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