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Niedersachsen Auch rot-grüne Koalition für zusätzlichen Feiertag
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21:14 27.03.2017
Von Michael B. Berger
Urlauber an der Nordsee. Quelle: dpa
Hannover

„Der 31. Oktober ist ein bewährtes Datum, auch weil im benachbarten Nordrhein-Westfalen der 1. November Feiertag ist“, sagte Watermann der HAZ. Dieses Jahr bleibt der Tag wegen des Reformationsjubiläums einmalig arbeits- und schulfrei. Die Grünen-Fraktionsvorsitzende Anja Piel erklärte: „Ein weiterer Feiertag bedeutet mehr freie Zeit für die Menschen, vor allem für Familien. Das wäre gut für alle Niedersachsen.“ Aus ihrer Sicht wäre der Europatag am 9. Mai der richtige Tag.

„Ein weltliches Datum“

Wirtschaftspolitiker der SPD-Landtagsfraktion plädierten für den 1. November. „Das ist der Tag der Gründung Niedersachsens. Ein Tag, der auch für die Demokratie in Niedersachsen steht“, meint Wirtschaftssprecher Gerd Will. Man sollte in jedem Falle ein weltliches Datum nehmen, da es kirchliche Feiertage schon genug gebe. Es sei ein Fehler gewesen, Mitte der Neunzigerjahre den Buß- und Bettag als gesetzlichen Feiertag einfach zu streichen. Am Wochenende war auf einem Parteitag des SPD-Unterbezirks Hannover die Forderung beschlossen worden, den Weltfriedenstag am 1. September zu einem Feiertag in Niedersachsen zu machen.

In der oppositionellen CDU ist man verwundert über die plötzliche Feierlust der SPD, zumal im Landtag ein Antrag des CDU-Fraktionschefs Björn Thümler kürzlich abgelehnt wurde, den Buß- und Bettag wieder als Feiertag einzuführen. Für einen weiteren Feiertag spreche derzeit aktuell wenig, meint jetzt CDU-Landeschef Bernd Althusmann. Und wenn überhaupt, dann sollte es ein kirchlicher Feiertag sein. Man sollte nach der Wahl in Ruhe mit den Kirchen darüber reden, empfahl Althusmann.

Stephan Weil wartet ab

FDP-Chef Stefan Birkner hält ebenso wie die Arbeitgeberverbände wenig von den aktuellen Feiertagsdebatten, zumal ihm die Begründungen etwa für einen Friedenstag nicht einleuchten. SPD-Ministerpräsident Stephan Weil warte erst einmal ab, heißt es in der Staatskanzlei. Die Diskussion sei zunächst eine Sache der Parteien.

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