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13:54 16.01.2017
 Nach Medienberichten sollen Imame der Ditib Informationen über mutmaßliche Anhänger Fethullah Gülens an Ankara geliefert haben. Quelle: dpa
Hannover/Bremen

Problematische oder extremistische Einstellungen seien bislang ebenfalls nicht bekanntgeworden. "Wir halten Ditib Niedersachsen-Bremen für einen vernünftigen Verband. Und die gemäßigten Kräfte sollen unterstützt werden." Dennoch werde die Regierung jetzt noch einmal genauer hinschauen und ihre Ergebnisse in ein bis zwei Wochen präsentieren. Nach Medienberichten sollen Imame der Türkisch-Islamischen Union der Anstalt für Religion (Ditib) im Auftrag der türkischen Staatsregierung Informationen über mutmaßliche Anhänger des Predigers Fethullah Gülen an Ankara geliefert haben. Gülen gilt in der Türkei als Staatsfeind und wird für den Putschversuch im Juli vergangenen Jahres verantwortlich gemacht. Ditib-Generalsekretär Bekir Alboga hatte die Vorwürfe zunächst eingeräumt, kurz darauf jedoch zurückgewiesen.

Die stellvertretende Bundesvorsitzende der CDU, Julia Klöckner, hatte am Wochenende dafür plädiert, die staatliche Zusammenarbeit mit dem größten deutschen Moscheeverband zu beenden. Niedersachsen verhandelt derzeit mit Ditib sowie dem muslimischen Verband Schura und der Gemeinschaft der Aleviten über einen Vertrag, der die Rechte und Pflichten der Muslime im Land umfassend regeln soll. Die Verhandlungen waren zuletzt ins Stocken geraten. Die Landesregierung will die Verträge jetzt zunächst in öffentlichen Veranstaltungen diskutieren. Die CDU hatte sich im August aus den Verhandlungen zum Islamvertrag zurückgezogen. Sie hielt vor dem Hintergrund des Putsches in der Türkei die Abhängigkeit des Verbands Ditib von der türkischen Religionsbehörde Diyanet für problematisch.

epd

Der parteiinterne Streit bei der Alternative für Deutschland (AfD) eskaliert weiter. Am Wochenende ist der ostfriesische Kreisvorsitzende Holger Pieters von allen Parteiämtern zurückgetreten und verzichtete auf weitere Kandidaturen. Er hatte den Landesvorsitzenden Armin Paul Hampel kritisiert. 

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