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Nach dem Dortmund-Spiel

Altin Lala im Interview

Nach der 1:4-Niederlage gegen Dortmund spricht 96-Spieler Altin Lala über Psychologie, Pannen, Panik und ein Eisbad im Maschsee.

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Altin Lala

Altin Lala

© Ulrich zur Nieden

Herr Lala, Sie waren länger als 15 Monate nicht in der Startelf. Und dann so ein misslungenes Comeback.

Wir haben dumme Tore gekriegt. Aber gekämpft haben wir ja. Die Chancen haben die Dortmunder nur durch unsere Fehler bekommen. Die Tore, die wir kassierten, resultierten aus Standardsituationen. Da haben wir es ihnen zu einfach gemacht. Man müsste entweder aggressiver oder Mann gegen Mann spielen.

Sie haben in einer Raumaufteilung gespielt?

Ja. Aber das erste Tor war mit der Schulter erzielt. Und dann kam noch ein Eigentor dazu. Das ist doch, wie sagt man auf Deutsch: Wir haben kein Glück, und dann kommt auch noch Pech dazu. Das Selbstvertrauen fehlt komplett.

Hat Sie das erste Tor kurz vor der Halbzeitpause aus der Fassung gebracht?

Das ist schon psychologisch ein ganz blöder Zeitpunkt. Schließlich haben wir gekämpft. Und wenn wir das zu null in die Pause gerettet hätten, wäre es vielleicht ein anderes Spiel geworden. Gut verteidigen und dann vorne eine Chance nutzen. Aber mit so einfachen Gegentreffern, da kann man nicht gewinnen.

Aber der Versuch, hinten erst mal dichtzumachen, war ohne Alternative, oder?

Ja, natürlich war das richtig.

Wie schätzen Sie jetzt die Situation der „Roten“ im Abstiegskampf ein?

Kampf bis zum Ende. Wir sind angeschlagen, aber noch nicht tot. Im Fußball hat man jede Woche die Chance zu gewinnen. Sicher, wir müssen, müssen, müssen …

Werden die Fehler klar angesprochen?

Reden kann man auch. Wir reden die ganze Zeit. Mit Psychologen hin und Psychologen her. Aber wir brauchen auf dem Platz Punkte. Die fehlen. Man kann mit dem Kopf nach unten oder nach oben schlafen. Aber letztlich geht es um Punkte.

Wie geht es Ihnen persönlich nach der Rückkehr in die Startelf?

Es ist schon länger als ein Jahr her. Aber das ist egal, ich hatte keine Probleme, als ich ausgewechselt wurde. Der Trainer wollte noch mal einen frischen Mann bringen und beim Stand von 0:2 nach vorne etwas riskieren.

Der Trainer setzt große Hoffnung in Ihre Erfahrung im Abstiegskampf. Wie können Sie dem Team helfen?

Jeder Einzelne kann etwas tun. Ich versuche auch, positiv zu sein. Egal, ob einer alt oder jung ist, er muss alles geben. Ich weiß, wie schwer es ist aufzusteigen. Und Zweitligafußball will keiner sehen von uns. Ich auch auf keinen Fall. Ich sehe nach wie vor Chancen, die sind noch da. Aber wir müssen punkten. Neun Spiele in Folge verlieren, das geht nicht.

Was können Sie tun, um sich auf das Spiel gegen den VfL Wolfsburg am Sonntag besonders vorzubereiten?

Vielleicht im Maschsee schwimmen gehen und dann gestärkt rauskommen.

Interview: Volker Wiedersheim

[Volker Wiedersheim]

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