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Neuer 96-Stürmer

Diouf fehlt die Arbeitserlaubnis

Von Volker Wiedersheim

Mame Biram Diouf ist wieder weg. Kurzfristig jedenfalls, denn der Neuzugang von Hannover 96 besitzt keine gültige Arbeitserlaubnis. Der Stürmer aus dem Senegal flog deshalb zurück nach Großbritannien, um sich eine für Deutschland gültige Erlaubnis zu besorgen.
Foto: Der neue Stürmer, der keine Arbeitserlaubnis hat: Mame Biram Diouf.

Der neue Stürmer, der keine Arbeitserlaubnis hat: Mame Biram Diouf.

© Surrey

Hannover. Die Fans der „Roten“ sind neugierig wie selten auf den Trainingsstart eines neuen Spielers beim Fußball-Bundesligisten Hannover 96. Auf Stürmer Mame Biram Diouf warteten aber rund 250 Zuschauer am Vormittag vergeblich – und zwar viele schon zum zweiten Mal. Bei minus acht Grad und eisigem Ostwind gefror die Hoffnung auf ein kleines fußballerisches Feuerwerk aber ganz schnell. Diouf fehlte beim Training, weil er laut Klub noch keine Arbeitserlaubnis für Deutschland besitzt. Statt sich erstmalig mit dem Team auf das Spiel bei Hertha BSC Berlin vorzubereiten, war Diouf schon wieder unterwegs nach England, wo er bis zum Wechsel zu den 96ern am vergangen Sonnabend bei Manchester United unter Vertrag stand. In der deutschen Botschaft in London besorgte er die notwendigen Dokumente, damit er endlich seine Bundesligakarriere starten kann. „Man hätte das gern besser hingekriegt. Aber wegen des Transfers am Wochenende war das nicht so einfach. Wir hatten gehofft, dass er da nicht persönlich hin muss, aber das hat nicht geklappt“, erklärte 96-Sportdirektor Jörg Schmadtke. Die Trainingsteilnahme ohne Arbeitserlaubnis war bei 96 kein Thema. Schmadtke: „Theoretisch könnte da einer zum Kontrollieren kommen, aber in der Praxis …“

Am Freitag war Diouf (24) erstmalig in Manchester in die Luft gegangen, um sich das Heimspiel seines zukünftigen Arbeitgebers gegen den 1. FC Nürnberg (1:0) in Hannover anzuschauen. Er blieb dann über Nacht, unterschrieb am nächsten Morgen seinen 96-Vertrag und flog wieder heim, wie es hieß, um letzte Formalitäten zu klären. Beim Rückflug Richtung Hannover am Montag verpasste er beim Umsteigen in Brüssel wegen des dortigen Streiks seinen Anschlussflug und landete in Langenhagen zu spät für das erste Training. Am Abend wurde er rund 500 Sponsoren beim 96-Jahresempfang im Peppermint Pavillon präsentiert und mit warmem Applaus begrüßt. Doch beim Training fehlte er erneut. Und wieder froren sich die enttäuschten Fans – wegen der Zeugnisferien auch viele Kinder – die Nasenspitzen taub und gingen ohne Autogramm des Neuen nach Hause.

Jetzt sind die Zeugnisferien vorbei. Wer dennoch Zeit und die Geduld hat, sich ein drittes Mal für Diouf in die Kälte zu stellen: 96 trainiert um 10 Uhr. Wie es beim Klub heißt, mit Diouf.

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