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Neuer 96-Spieler

Diouf macht dem Sturm Dampf

Von Volker Wiedersheim

Mame Biram Diouf ist da! Am Freitag hat der Stürmer von Manchester United das 1:0 des Fußball-Bundesligisten Hannover 96 gegen den 1. FC Nürnberg in der Loge von Klubchef Martin Kind verfolgt und am Sonnabendvormittag um 11.10 Uhr seinen 96-Vertrag bis zum Sommer 2014 unterschrieben.
Foto: Freitag Gast, Sonnabend Angestellter: Mame Biram Diouf (links) mit Frau Maria im Stadion.

Freitag Gast, Sonnabend Angestellter: Mame Biram Diouf (links) mit Frau Maria im Stadion.

© Rainer Surrey

Hannover. Danach ist er noch einmal kurz nach England geflogen, seine Bude in Manchester aufräumen. Am Montag um 14 Uhr wird er erstmalig mit seinem neuen Team unter Mirko Slomka trainieren – und, wer weiß, vielleicht schon am Sonnabend in Berlin sein Debüt bei den „Roten“ mit einem Tor feiern. Bei seinem allerersten Einsatz für Manchester United im legendären Stadion Old Trafford war das jedenfalls so: Einwechslung, Tor, Riesenjubel. Durchgesetzt hat er sich dort indes nicht, zuletzt nur in der Reserve gespielt.

Das 96-Publikum wird dennoch aufatmen. Der „rote“ Weltuntergang ist abgesagt. Hatte er eigentlich überhaupt gedroht? Nein, natürlich nicht. Aber über die Weihnachtspause und die Rückrundenvorbereitung hatte sich eine merkwürdig trübe, zuweilen fatalistische Stimmung eingeschlichen. Es gab ein bisschen Zickenalarm in der Führungsetage, ein paar Verletzte und vom Trainer Mirko Slomka den heftigen Appell: Ohne neue Stürmer wird’s schwierig mit höheren Zielen in der Liga und in Europa.

In vier Tagen haben sie es hingekriegt, dass den „Roten“ wieder die Sonne lacht (auch wenn’s die nächsten Tage dabei arg kalt wird). Am Mittwoch hat Sportdirektor Jörg Schmadtke die Verträge mit Manuel Schmiedebach und Christian Pander verlängert. Am Freitag hat das Team mit der von Slomka als so verstärkungsbedürftig eingeschätzten Offensive den „Club“ zwar nicht aus dem Stadion geschossen, aber immerhin den Rückrundenauftakt mit vier Punkten eingetütet, und am Sonnabend: Diouf.

Der 24-jährige Senegalese wird der einzige Winterzugang für 96 bleiben. Schließlich bezahlt der Klub einen stolzen Preis. Das Jahresgehalt, so wird spekuliert, beträgt eine Million Euro, die Ablöse liegt bei knapp zwei Millionen Euro. Das ist nach Mike Hanke (4,5), Jiri Stajner (3,1), Christian Schulz, Leon Andreasen und Thomas Christiansen (je 2,5) sowie Jan Schlaudraff (2) der siebtteuerste Transfer, den 96 getätigt hat.

Sie trauen Diouf viel zu bei 96, und sie werden viel von ihm verlangen. Zunächst einmal soll er Mohammed Abdellaoue (bislang zehn Saisontore in 16 Ligaspielen) entlasten sowie Feuer in den Konkurrenzkampf mit den Sturmkollegen Jan Schlaudraff (2/17), Didier Ya Konan (1/15) und Artur Sobiech (0/4) bringen. Dioufs Anspruch aber dürften Einwechslungen und bald ein Stammplatz sein – Ya Konan und Sobiech müssen sich darauf einstellen.

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