Achtung, Torwart kommt: Florian Fromlowitz und Jan Durica versuchen es gemeinsam.
Da sieht man dann gern über die eine oder andere Unzulänglichkeit des 23-Jährigen speziell in der Strafraumbeherrschung hinweg. Dass er dabei ein-, zweimal ziemliches Glück hatte – unter anderem, als Karim Haggui in 88. Minute per Kopf auf der Linie klären musste, nachdem Fromlowitz bei einer Flanke allzu ungestüm aus dem Tor gestürmt war –, das hatte er sich vorher zigmal verdient.
Besonders in den (Alb-)träumen des Freiburger Stürmers Papiss Demba Cisse wird der 96-Keeper künftig des Öfteren vorkommen. Dreimal tauchte der Kameruner freistehend vor dem hannoverschen Tor auf. Einmal (56. Minute) vergab der Freiburger kläglich; zweimal aber zeigte Fromlowitz seine große Klasse auf der Linie und in 1:1-Sitautionen (44., 47.). Besonders bei der 2. Möglichkeit Cisses war die Reaktion des 96ers geradezu sensationell.
Souverän im Spiel, aber auch hinterher: Fromlowitz, der in den vergangenen Monaten viel miterlebt hat, aber auch noch mehr einstecken musste, hat aus dieser Zeit gelernt. Er rückte nicht seine, sondern die Mannschaftsleistung in den Vordergrund – und war damit gut beraten. „Genau das haben wir gebraucht“, sagte er, „wir haben leidenschaftlich gekämpft und gezeigt, dass wir noch leben. Das war heute ein geiles Gefühl.“ Fromlowitz gestand aber auch ein, das „nötige Quäntchen Glück“ gehabt zu haben. „Pfosten, auf der Linie geklärt, knapp vorbei – das muss ich mir alles noch einmal im Fernsehen angucken“, sagte er.
Er wird dann nicht nur seine tollen Paraden zu sehen bekommen, sondern auch, wie viel er sonst noch gegen eigentlich harmlose Freiburger zu tun bekam. „Kalt geworden ist mir heute trotz der eisigen Temperaturen jedenfalls nicht“, sagte Fromlowitz – und schlenderte freudestrahlend zum wartenden Mannschaftsbus.