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Startelf gegen Hoffenheim

Hannover 96: Umbau mit Überraschungsgast Andreasen

Gegrübelt werden darf in diesen Tagen und Wochen über Gebühr bei Hannover 96 – jenem Bundesligisten, den die sportliche Eiszeit voll erwischt und der mit dem Auswärtsspiel bei 1899 Hoffenheim den nächsten Brocken vor Augen hat.
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Wenn alles gut geht, dürfte Leon Andreasen in Hoffenheim den verletzten Hanno Balitsch vertreten.

Wenn alles gut geht, dürfte Leon Andreasen in Hoffenheim den verletzten Hanno Balitsch vertreten.

© Ulrich zur Nieden

Da haben alle so ziemlich den Kopf voll: Trainer, Spieler und Klubverantwortliche ebenso wie viele krisengeplagte Fans. Zwei aus der abstiegsbedrohten Mannschaft müssen sich mit Blick auf übermorgen allerdings keine Sorgen machen: Sie sind zwar erst seit dieser Woche in Hannover, haben aber eine Einsatzgarantie erhalten. Auch als Hoffnungsträger. Elson und Arouna Koné sind gegen Hoffenheim definitiv dabei – so lautete die Ankündigung von Trainer Mirko Slomka schon bei der Vorstellung der beiden Neuen, die 96 vom VfB Stuttgart beziehungsweise FC Sevilla ausgeliehen hat. So gut hätten es gern auch andere beim derzeitigen Drittletzten. Doch für Spieler aus einer Elf, die zuletzt fünfmal in Folge als Verlierer vom Platz gegangen ist und dabei auch noch überwiegend wie ein Absteiger auftrat, finden sich nur schwer Argumente, um neuerlich für die Startelf gesetzt zu sein. Und das selbst bei einer ellenlangen Verletztenliste, der einzigen Konstanten bei den „Roten“ in dieser Saison.

Damit 96 an diesem Sonnabend nicht das halbe Dutzend vollmacht und möglicherweise auf einen der beiden Abstiegsplätze abrutscht, wird es außer Elson und Koné noch weitere Veränderungen im Team geben. Zumal 96 ja noch einen verkappten Wintertransfer zu vermelden hat, von dem niemand so recht Notiz genommen hat. „Auch Leon Andreasen ist ja quasi ein Neuzugang“, sagt Slomka. Und das ohne Augenzwinkern.

Mehr als acht Monate liegt der letzte Bundesligaeinsatz des Dänen zurück; Anfang Januar war der jüngste Comeback-Versuch des dauerverletzten 26-Jährigen wegen eines Muskelfaserrisses gescheitert. Nachdem er auch das gestrige Training ohne neuerliche Blessur überstanden hat, hofft der Mittelfeldspieler darauf, gegen Hoffenheim sein Saisondebüt geben zu können. „Ob es für 90 Minuten reicht, weiß ich nicht“, sagt Andreasen. „Ich weiß auch nicht, was der Trainer vorhat.“

Der wiederum hat von Andreasen eine hohe Meinung („Ich kann ihn immer gebrauchen. Er ist ein Spielertyp, der nur vor wenigen Dingen zurückschreckt“), hat sich aber noch nicht festgelegt, ob der Däne den Platz des verletzten Hanno Balitsch einnehmen wird. Das wiederum hat auch mit der grundsätzlichen Haltung Slomkas zu tun, beim Training bis zuletzt genau hinzuschauen, ehe er das letzte Wort über die Formation für den Spieltag spricht.

Andreasen, Elson, Koné: Das sind drei Namen, die auch für spürbar mehr Konkurrenz im 96-Team sorgen sollen. Eine Konstellation, die ganz im Sinn des Trainers ist. „Niemand weiß, ob er spielt oder nicht“, sagt er. „Aber jeder weiß, dass er im Training Gas geben muss, um am Wochenende seine Chance zu bekommen.“ Die Karten werden neu gemischt, und das könnte manchem bitter aufstoßen.

Wenn die Trainingseindrücke nicht täuschen, dann wird es trotz der vielen verletzungsbedingten Ausfälle mit Arnold Bruggink auch den Kapitän treffen. Der Niederländer gemeinsam mit Elson, der auch nicht gerade ein Laufwunder ist: Das scheint kein Erfolgsrezept zu sein für einen Gegner wie Hoffenheim. Generell kann sich keiner seiner Sache sicher sein. „Unantastbar ist niemand“, sagt Slomka.

Auch wenn 96 nach dem Transferschluss kein Ass mehr aus dem Ärmel ziehen kann: Mal wieder Rot als Trumpffarbe auszuspielen, dafür ist es höchste Zeit.

[Norbert Fettback]

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