Vorerst letzter Neuer: DaMarcus Beasley.
Einen neunten Neuen gibt es zumindest in diesem Sommer bei den „Roten“ nicht mehr. Die Vernunft – nicht nur die wirtschaftliche – hat gesiegt. Während bei anderen Bundesligisten am Dienstag, dem letzten Tag der Transferperiode noch einmal rege, mitunter hektische Betriebsamkeit herrschte, hielt sich Hannover 96 zurück. „Es war nicht mehr der Richtige für uns dabei, der passt und den wir auch finanzieren können“, sagte Sportdirektor Jörg Schmadtke und fügte noch an: „Außerdem haben wir doch eine intakte Mannschaft.“ Andere Klubs hätten sich in der Vergangenheit schon vor lauter Transferieren völlig verrannt und seien daran zu Grunde gegangen. So weit soll es bei 96 nicht kommen, sagte Schmadtke, „für so etwas bin ich nicht zu haben.“
Also hat man nichts mehr gemacht, auch die Verhandlungen mit Dortmunds Spielmacher Tamas Hajnal abgebrochen. Bereits vor ein paar Tagen hatte sich abgezeichnet, dass sich der Wechsel des Ungarn nicht realisieren lassen würde. „Das Gesamtpaket stimmte nicht“, sagte Schamdtke, „das war für uns nicht zu stemmen.“
Aus Dortmund ist zu hören, dass man Hajnal gar nicht wirklich loswerden wollte, sondern in ihm eine geeignete und für den BVB kostengünstige Alternative für die Stammelf sieht. Und ohne ein entsprechendes Entgegenkommen des BVB war dieser Transfer ohnehin für 96 ohnehin nicht finanzierbar. Ob Hajnal in das derzeitige Spielsystem der „Roten“ gepasst hätte, sei bei allem einmal dahin gestellt.
96 konnte den letzten Tag der Wechselzeit allerdings auch nicht dafür nutzen, einen seiner vier ins Transfer-Schaufenster gestellten Profis an einen anderen Verein zu bringen. Weder für Jan Schlaudraff noch für Mike Hanke, Mikael Forssell und Valdet Rama hat es ernsthafte Interessenten gegeben. Außer ein paar lockeren Anfragen sei nichts gewesen, heißt es. „Es hat sich nichts geändert“, sagte Sportdirektor Schmadtke, „die vier sind weiterhin Bestandteil unserer Mannschaft.“ Bis zum Winter hat das Quartett jetzt die Möglichkeit, die Sportliche Leitung davon zu überzeugen, dass es doch das Zeug hat, Bundesligafußball bei den „Roten“ zu spielen. Schaffen die vier es nicht: Im Winter gibt es die nächste Transferperiode. Vielleicht ergibt sich dann etwas.