Vor dem Abschied? Jan Schlaudraff.
96-Offensivspieler Jan Schlaudraff will in Hannover bleiben. Nur spielen wird er dort allem Anschein nach in nächster Zeit wohl nicht. Kurz vor Ende der Transferperiode hat Hannover 96 dem ehemaligen Fußball-Nationalspieler einen Vereinswechsel nahegelegt. „Wenn er spielen will, sollte er darüber nachdenken, sich einem anderen Club anzuschließen“, sagte Trainer Mirko Slomka am Sonntagabend in der Fernsehsendung „Sportclub“ im NDR. „Aktuell ist es bei uns schwer für ihn, in den Kader oder in die erste Elf zu rutschen. Das weiß er auch.“ Der 27 Jahre alte Offensivspieler gehörte in den bisherigen Partien nicht einmal zum Kader. Slomka hatte dies mit den unzureichenden Trainingsleistungen begründet.
Zum zweiten Mal in Folge war der 27-Jährige am vergangenen Wochenende aus dem Kader des Fußball-Bundesligisten geflogen. „Ich habe in dieser Woche keinen Grund zugelassen. Ich habe mich nicht hängen lassen“, hatte Schlaudraff gesagt, „aber der Trainer ist wohl der Meinung, dass es nicht reicht.“
Eine Begründung von Mirko Slomka gab es nicht, auch keine Gespräche seit dem Mittwoch vor einer Woche, als der 96-Chefcoach ihn wegen mangelnder Trainingsleistung zu sich zitiert hatte. Auf die Frage, ob er Politik in seiner Nicht-Berücksichtigung sehe, weil der Klub ihn loswerden wolle, antwortete Schlaudraff nicht.
Einen Vereinswechsel schloss Schlaudraff am Wochenende noch aus. „Es sind nur noch vier Tage bis zum Transferschluss“, sagte er, „das ist zu knapp. Und ich will nichts übers Knie brechen.“ Dafür will er sich im Training weiter reinhängen. Bis der Trainer nicht mehr an ihm vorbeikommt. Nun will ihn der Trainer anscheinend loswerden.
Schlaudraffi war 2007 von Bayern München gekommen und hat noch einen zwei Jahre laufenden Vertrag. Der frühere Aachener ist der Meinung, er habe sich „nichts zuschulden kommen lassen“. Er absolvierte bisher 31 Spiele für Hannover, das mit zwei Siegen optimal in die neue Saison startete.
dpa/gru/mb