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Transfer-Endspurt

Tamas Hajnal bald bei Hannover 96?


„Zum Schluss geht es holterdipolter“: Hannover 96 zieht den Transfer-Endspurt an und überlegt, den Ungar Tamas Hajnal von Borussia Dortmund auszuleihen. „Kaufen können wir nicht noch einen Spieler“, sagt 96-Klubchef Martin Kind mit Blick auf den Transfer Mohammed Abdellaoues für mehr als eine Million Euro Ablöse.
Damals traf er noch gegen die "Roten": Tamas Hajnal machte im Februar im KSC-Trikot das 2:1 für die Karlsruher.

Damals traf er noch gegen die "Roten": Tamas Hajnal machte im Februar im KSC-Trikot das 2:1 für die Karlsruher.

© Ulrich zur Nieden (Archiv)

Noch acht Tage bis zum Schluss der Transferphase – dem Fußball-Bundesligisten Hannover 96 steht ein spannender Schlussspurt bevor. Für zwei Positionen sucht der Klub noch neues Personal. Und in dessen Qualität kann umso mehr investiert werden, wenn sich die Sportliche Leitung der 96er zudem noch mit einem anderen Verein auf den Wechsel eines hannoverschen Profis einigen kann (siehe unten). Konkrete Verhandlungen darüber hat 96 aber mangels Interessenten noch nicht geführt.

Vor allem der dramatische Ausfall von Mittelfeldspieler Carlitos (Kreuzbandriss) erfordert eine schnelle Reaktion. Zudem will 96 auch noch einen „Zehner“ für die Spielmacherposition im zentralen offensiven Mittelfeld. Auf der Liste der Kandidaten dafür steht auch der bei Borussia Dortmund zurzeit chancenlose Ungar Tamas Hajnal, wie 96-Klubchef Martin Kind bestätigt. „Aber Listen sind lang. Ohne Daten zu kennen, lohnt es nicht, über so einen Spieler zu reden, das ist reine Zeitvergeudung.“ Für den Fall Hajnal heißt das: Es ginge nur um ein Ausleihgeschäft. „Kaufen können wir nicht noch einen Spieler“, sagt der Klubchef mit Blick auf den Transfer Mohammed Abdellaoues für mehr als eine Million Euro Ablöse. Damit Hajnal tatsächlich eine Option für 96 wird, müsste der BVB ihn ausleihen und einen Teil des Gehalts weiterzahlen. Oder der Spieler müsste auf einen Teil verzichten. Bei den Borussen soll Hajnal weit über zwei Millionen Euro pro Jahr verdienen – das kann 96 sich kaum leisten.

Eile ist geboten: Wenn es nach Kind geht, könnte es schon heute ein Gipfeltreffen geben, bei dem er mit Sportdirektor Jörg Schmadtke und Trainer Mirko Slomka die Strategie für das Transferfinale festlegt. „Je früher, desto leichter werden die Gespräche. Zum Schluss geht es immer holterdipolter“, betont Kind, stellt aber auch fest: Zwar gebe es den Aspekt, dass am Ende der Transferperiode die Preise noch einmal in den Keller gehen, „aber wir taktieren da nicht“.

Taktiert wird auch jetzt schon nicht mehr bei den Spielern Robert Tesche vom Hamburger SV und dem Dänen Thomas Kahlenberg vom VfL Wolfsburg. Beide sind für 96 kein Thema. Das gilt wohl auch für „U 21“-Nationalspieler Änis Ben-Hatira vom Hamburger SV. Der ist 96 zwar offiziell gar nicht angeboten worden, aber beschäftigt haben sich die „Roten“ mit ihm offensichtlich sehr wohl. Keine Chancen auf Umsetzung hat wohl auch die Idee, den früheren 96er Szabolcs Huszti, inzwischen bei Zenit St. Petersburg, als Ersatz für Carlitos noch einmal auf seine alte Position zurückzuholen. Klubchef Kind: „Der wäre besser gar nicht weggegangen. Da spielt er wenig. Ich kann mir nicht vorstellen, dass St. Petersburg ihn ohne Weiteres gehen lassen würde. Wir haben auch nicht vorgefühlt.“

Norbert Fettback und Volker Wiedersheim

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