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Fußball / Kreisliga

Zoberbier hofft auf Rinnes Geschenkpaket


Alles sieht nach einem Zweikampf um die Meisterschaft aus. Der TuS Niedernwöhren wurde als Erster bislang seiner Favoritenrolle gerecht. In Lauerstellung liegt der SV Obernkirchen. Die Gregor-Elf überrascht als Tabellenzweiter und liegt nur drei Punkte hinter dem „Liga-Primus“ zurück. Am Sonntag hat der SVO Heimrecht gegen die „Wundertüte“ vom SC Deckbergen-Schaumburg.

Kein Schussglück: Benedikt Eckel erspielt sich viele Chancen, doch vor dem Tor fehlt dem Engern-Stürmer zurzeit die nötige Ruhe und Kaltschnäuzigkeit.

© ph

Kreisliga (seb). FC Hevesen – SV Engern: „Ich kratze den letzten Rest an Spielern zusammen. Am Sonntag, um 11 Uhr, weiß ich, wer spielen kann“, funkt Trainer Ralf Zoberbier Alarmzeichen. Der FCH-Trainer ist nicht zu beineiden, denn es kommt mit dem SV Engern ein Gegner zum Neuling, der einen klaren Aufwärtstrend zu erkennen lässt. „Das wird eine sauschwere Aufgabe. Ich kann nur hoffen, dass mein Kollege Thorsten Rinne mit einem großen Geschenkpaket anreist“, ist der Trainer des Tabellendrittletzten wenig optimistisch.

„Wir haben eine gute Entwicklung genommen und sind vom Spitzenduo nicht weit entfernt“, freut sich SVE-Trainer Thorsten Rinne über die guten Leistungen seines Teams gegen Obernkirchen und Niedernwöhren. Allerdings seien die Pleiten unnötig gewesen. Fußballerisch hätte alles gepasst, aber Nuancen hätten die Spiele entschieden. „Wir haben gegen den TuS vier tausendprozentige Chancen vertan, hätten 3:0 oder 4:0 führen müssen. Gegen den SVO musste ich zwei grippekranke Spieler aufstellen. Das hat man gemerkt“, analysiert Rinne. Nun zähle es die guten Leistungen in Hevesen zu bestätigen. „Wir dürfen keinen Deut nachlassen, sonst gibt es eine böse Überraschung. Vor dem Tor müssen wir kaltschnäuziger agieren“, fordert der Trainerfuchs. Niklas Ritter, Kai Moch, Christopher Möller und Mario Cimino fallen aus.

SV Obernkirchen – SC Deckbergen-Schaumburg: Die Ergebnisse stimmen beim SVO, doch der ehrgeizige Trainer Marco Gregor ist mit der Spielweise seiner Elf nicht einverstanden: „Wir haben in den letzten drei Spielen immer wieder schlechte Phasen gehabt, die der Gegner nicht für sich ausgenutzt hat. Wir müssen gegen den SC über 90 Minuten konzentriert agieren.“ Die Gäste hätten eine Ergebniskrise und seien viel stärker als es der Tabellenplatz vermuten ließe. Gregor kann wieder auf seine A-Junioren-Talente bauen. Zuletzt überzeugte der trickreiche Youngster Muhammed Yel mit seiner Schnelligkeit und guter Technik. „Er war eine Bereicherung für unser Spiel“, lobt Gregor. Der SVO-Trainer hat den SC beobachtet und festgestellt: „Wir dürfen den SC nicht ins Spiel kommen lassen.“

Beim SC ist keine Besserung in Sicht. Das Spiel stimmt, die Ergebnisse aber nicht. Eigentlich war Trainer Wilhelm Sieker mit seinen Viererketten zufrieden, doch zuletzt schlichen sich Fehler ein. „Das Ball orientierte Spiel klappt nur, wenn alle mitmachen. Aber wir bekommen zurzeit im Mittelfeld kein Zugriff auf die Gegner, hindern sie nicht am Passen. Dann wird es für die Abwehr brandgefährlich“, hat Sieker erkannt. Bislang sei der Tabellenelfte mit jedem Gegner auf Augenhöhe gewesen. „Wir können in Obernkirchen befreit aufspielen und rechnen uns etwas aus“, freut sich der SC-Coach auf das Duell beim Tabellenzweiten.

SG Rodenberg – SC Möllenbeck: Gute Nachrichten für die SG-Fans: Der Aufsteiger ist auf dem Weg der Besserung. „Wir haben uns in der zweiten Halbzeit deutlich gesteigert und einen Punkt in Krankenhagen geholt“, freut sich Trainer Daniel Burk. Zuletzt habe sich sein Team zu viel nach dem Gegner gerichtet. Damit sei nun Schluss. „Wir drücken unser System durch, richten uns nicht nach den Möllenbeckern. Außerdem kehren einige Stammkräfte zurück in den Kader. Im Aufsteigerduell wollen wir punkten“, geht der SG-Trainer optimistisch in die Begegnung.

Die „Schwalben“ sehnen die Winterpause herbei. Trainer Frank Herzog hat nur noch elf fitte Spieler. Felix Mergel fällt verletzungsbedingt einige Wochen aus, Tobias Niehoff ist wieder studieren. „Aber wir spielen auswärts. Auf fremden Platz konnten wir zuletzt überzeugen und eifrig Punkte sammeln. Am Sonntag wäre ich mit einer Punkteteilung zufrieden“, schätzt Herzog die Lage ein.

SC Auetal – VfL Bückeburg II: Der SCA kassierte in der Liga zuletzt zwei Niederlagen und verlor ein wenig den Anschluss an das Spitzenduo. Für das Trainergespann Dieter Wagner und Jens Kästel ist dies allerdings kein Beinbruch: „Die Jungs sind ein wenig überspielt. Die Kraft lässt nach, außerdem haben wir großes Verletzungspech. Mit Arndt Struckmeier, Marc Hille und Hong Pham fehlte zuletzt die komplette Abwehrkette.“ Die VfL-Reserve gehört für die Auetaler zur Kategorie: Angstgegner. „Wir müssen unsere Kräfte bündeln und den Schwung aus dem Pokalspiel mitnehmen“, fordert Wagner.

Am 13. Spieltag hat es die Bückeburger Zweitvertretung das erste Mal erwischt. Gegen den TSV Algesdorf gab es die erste Saisonniederlage. Spielertrainer Martin Neubert ärgert gar nicht so sehr die Pleite, viel mehr ist es, die Schlafmützigkeit seiner Truppe: „Wir brauchen erst einen Dämpfer, um aus der Lethargie zu erwachen. Das war gegen Algesdorf so und auch im Pokal gegen Enzen. Wir wollen dem Gastgeber kein frühes Tor schenken, gehen von Beginn an volle Pulle und müssen über 90 Minuten richtig draufgehen.“

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