Dann tauchte Trainer Steffen Mitschker beim FC auf und die schadenfreudigen Nachbarn werden auf einen Absturz des FC noch einige Zeit warten müssen, sofern er denn überhaupt je kommt. Denn jetzt, ein Jahr später, klopft der FC vehement an die Tür zur Landesliga. Aber der Aufstieg wird nicht leicht, das Glück scheint wegen einiger holpriger – aber effektiver Siege – strapaziert. Das wissen auch Mitschker und Manager Turgay Bilgi, die mehr oder weniger im Hintergrund an Verstärkungen für die neue Saison basteln. Vielleicht kommt der eine oder andere Spieler bereits zur Rückrunde. Schaden kann es nicht, denn der Kader ist übersichtlich, und, die jungen Talente mögen das verzeihen, in der Breite nicht mit Qualität gesegnet. Bilgi fühlte sich angesichts angeblicher Abwerbungsbemühungen in Richtung Nienstädter Spieler, sagen wir, ertappt. Aber genau das muss ein guter Manager doch tun, oder? Abwerben, abwerben, abwerben! In der Bilanz Bilgi gegen SV Nienstädt 09 steht es 1:0 für den FCer. Schließlich landete der Nienstädter Stürmer Guiliano Maione vor der Saison nicht wie angenommen beim 1. FC Egestorf-Langreder, sondern beim Nachbarn in der Kreisstadt. Zählt man die Siege in den Punktspielen dazu, führt Bilgi, der „Erfinder des Leihgeschäftes im Amateurfußball“ , bereits mit 3:0. Mal sehen, wie es zu Beginn der nächsten Saison steht. Aber die Nienstädter sollten sich nicht zu viele Sorgen machen. Zu angeblichen Abwerbungsversuchen Bilgis in Sachen Tim Schwarze sagt der nur: „Schwarze? Kenne ich gar nicht. Wie sieht der aus?“ Außerdem haben die Nienstädter Spieler gegenüber ihrem Trainer Torben Brandt doch bekundet, dass es in Nienstädt doch so schön sei und alle bleiben möchten. Dass die Verantwortlichen angesichts solcher Aussagen in den nächsten Monaten schlecht schlafen werden, darf nicht wirklich verwundern. Schließlich hat es doch auch Ylli Syla einst in Nienstädt sehr gut gefallen. Sollte der FC tatsächlich aufsteigen, hätte auch ein Nienstädter etwas davon: Steffen Mitschker, ehemals SV 09. (uk)