Handball (hga). Das Tabellenschlusslicht war Außenseiter, Soltau Favorit – so wollte es die Tabelle vor dem Spiel. Während des Spieles erschloss sich nicht, wer im oberen Mittelfeld und wer am Ende der Tabelle rangiert.
„Die Mannschaft hat gezeigt, dass sie lebt“, resümierte SG-Olaf Kahl. So richtig ernsthaft hatte niemand mit einem Punktgewinn gerechnet, um so größer war die Freude. Dummerweise gelang dem Vorletzten TuS GW Himmelsthür ein Auswärtssieg, sodass der Abstand zwischen SG und TuS jetzt drei Punkte beträgt.
Zum Glück gelang Himmelsthür der Erfolg beim Tabellendrittletzten SG Zweidorf-Bortfeld, zu dem die SG jetzt nur noch vier Punkte Abstand hat. Gegen Soltau war die Frage, ob die Kraft reichen würde, um zu punkten.
Wenn auch die spielerische Klasse auf beiden Seiten fehlte, zu wenig Siegeswillen hatten die Kahl-Schützlinge nicht. In der ersten Hälfte drehte Tim Kirchmann mächtig auf, wuchtete sich immer wieder durch die Soltauer Abwehr. Die spielte gewohnt robust, versuchte immer wieder mit einem vorgezogenen Abwehrspieler den SG-Rückraum zu stören.
Über 3:4 (10.) geriet die SG zunächst 4:6 (15.) in Rückstand. Fehler im Angriff, darunter insgesamt drei vergebene Siebenmeter, rächten sich, Soltau brachte die Kahl-Schützlinge zur Pause 11:14 in Rückstand.
Nach dem Seitenwechsel nahm Soltau Kirchmann und Wilhelms, später nur noch Kirchmann aus dem Spiel. Diesmal blieben die Kahl-Schützlinge unbeeindruckt, Marvin Pfaffe und Zoran Ban kämpften dafür umso mehr. Schöner wurde es nicht, eher noch zerfahrener. Ban erzielte in der 55. Minute den viel umjubelten 25:25-Ausgleich.
Jetzt wackelte Soltau, Martin Engel legte das 26:25 nach. Ban verpasste mit dem dritten vergebenen Siebenmeter die Entscheidung, im Gegenzug fiel das 26:26. Es herrschte Hektik, viel Geschrei von den Bänken und Rängen. Am Ende reichte die Kraft der Kahl-Schützlinge, um den insgesamt hochverdienten Punkt einzufahren. SG Hohnhorst-Haste:
Kirchmann 9, Ban 7, Pfaffe 4, Wilhelms 3, Engel 1, Höflich 1, Neumann 1, Hoffmann 1.
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