Handball (uk). Die Mindener halten damit den ärgsten Verfolger auf Abstand und haben in der Tabelle jetzt vier Punkte Vorsprung.
Vor der Pause spielte GWD wie aus einem Guss, zumindest im Angriff. Der Zwischenstand von 10:10 nach 15 Spielminuten ließ auf ein neues Rekordergebnis schließen. Die Tore fielen auf beiden Seiten wie reife Früchte. Dann aber kam Jens Vortmann für den glücklosen Anders Persson ins Tor und die Gastgeber machten hinten gegen den gefährlichen Rückraum der Gäste um Andreas Schröder (9 Tore) und Marcel Schiller (8) besser dicht. Im Angriff gelangen sehenswerte Kombinationen und tolle Tore. Vor allem Rechtsaußen Aleksandar Svitlica heizte den Gästen ordentlich ein und erzielte vor der Pause fünf Treffer. Der Vorsprung wuchs bis zur Halbzeit auf ein beruhigendes 21:15 an.
Nach dem Wechsel schien sich das Scheibenschießen zunächst fortzusetzen. Das 23:16 durch Dalibor Doder brachte aber keine Ruhe ins GWD-Team. Im Gegenteil: Was vor der Pause noch locker von der Hand ging, wurde jetzt zunehmend verkrampfter. Die Gäste holten jetzt Tor um Tor auf. „Nach der Pause haben wir den wahren TV Neuhausen gesehen“, freute sich TV-Trainer Markus Gaugisch. Und wahrhaftig, die Gäste zeigten, dass der gute Tabellenplatz kein Zufallsprodukt ist. GWD-Trainer Ulf Schefvert erklärte die zunehmenden Unkonzentriertheiten seines Teams unter anderem mit der langen Wettkampfpause: „Über 60 Minuten haben wir noch keinen Rhythmus. Vielleicht war im Kopf die Angst vor dem Gewinnen drin.“
Den Rhythmus hatte aber glücklicherweise Christoph Steinert, der seinem Team in der Schlussphase mit zwei wichtigen Treffern den wichtigen Sieg bescherte. Sieben Sekunden vor Schluss gelang Steinert das entscheidende 34:32. GWD:
Andersson 2, Steinert 3, Südmeier 1, Tesch 2, Schmidt 5, Svitlica 8, Doder 5, Klesniks 5, Bilbija 3.
SN-Online.de Anmeldung