Handball. Der Gast weckt Erinnerungen unangenehmster Natur, schließlich bezogen die Seeprovinzler im Hinspiel beim 24:48 heftig Prügel. Zumindest in der Theorie haben die von Marc Siegesmund trainierten Gastgeber noch eine ziemliche Rechnung mit dem Gast offen. Inwieweit die Siegesmund-Schützlinge ihre Forderung eintreiben können, bleibt abzuwarten.
Nach 16 Spieltagen steht die Bundesliga-Reserve mit 32:0-Punkten einsam an der Tabellenspitze. Die Mannschaft von Coach Sven Lakenmacher galt als Mitfavorit um den niedersächsischen Titel. Dass es bislang ein so dominanter Saisonverlauf würde, hatte wohl selbst in Burgdorf niemand ernsthaft erwartet.
Bei den Seeprovinzlern stehen aktuell ganz andere Probleme im Vordergrund. Am vergangenen Wochenende unterlag die Mannschaft beim MTV Soltau 28:29. Die Niederlage beendete zum zweiten Mal in der laufenden Saison eine kleine Siegesserie, wieder verpassten die Siegesmund-Schützlinge den Anschluss an die Spitzengruppe.
Dass zum dritten Mal in Folge ein Seeprovinzler die Rote Karte mit anschließender Sperre sah, passt da irgendwie in das Bild. So eine Serie sorgt nicht nur für spöttische Bemerkungen am Rande, da dürfte auch die allgemeine Stimmung schon mal leiden.
Gegen den Tabellenführer jedenfalls reichen nicht nur starke 15 Minuten. Es gibt zwar keinen Preis für die Mannschaft, welche Burgdorf die ersten Punkte abnimmt, aber vielleicht sorgt die Chance für zusätzliche Motivation.
Tatsächlich allerdings bleibt es für die Siegesmund-Schützlinge zunächst bei der Außenseiterrolle. Letztlich hängt alles davon ab, wie es den Seeprovinzlern gelingt, die eigene Konzentration zunächst richtig zu erlangen, dann lange zu halten und das Burgdorfer Tempospiel zu stören.
Anwurf: Samstag, 19 Uhr.
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