Handball (mt). „Hauptsache zwei Punkte geholt. Das erste Spiel ist immer schwierig, denn gerade die neuen Spieler wollen oft zu viel zeigen. Wichtig ist es jetzt, dass wir uns von Begegnung zu Begegnung steigern“, hakte GWD-Linkshänder Evars Klesniks die Zitterpartie unter der Rubrik „es kann nur noch besser werden“ ab.
Torhüter Nils Dresrüsse, Torjäger Janis Helmdach und Christoph Steinert beglückwünschten sich gegenseitig. „Janis war heute unser bester Spieler“, lobte Christoph Steinert seinen Rückraumpartner. In der Tat: Helmdach übernahm nach unübersehbaren Problemen von Rene Bach Madsen die Verantwortung im linken Rückraum. Mit acht Treffern hielt der gebürtige Lipper die Gastgeber im Spiel und setzte auch am Schluss im Zusammenspiel mit Steinert und Kreisläufer Andersson die entscheidenden Akzente. Beim 30:26 vereitelte Dresrüsse einen Siebenmeter von Edewechts Tobias Weihrauch. Gleich anschließend wehrte er zwei weitere Großchancen der Gäste in der Manier eines Klasse-Keepers ab. Damit war der Bann gebrochen, und die GWD-Fans feierten ihren jungen Keeper.
Bis zum 25:25 war die Partie völlig offen. Erst danach löste sich GWD zum 29:25 (56.), und anschließend vom 30:27 zum 32:27. „Wir waren zu Anfang sehr nervös, hatten zudem Probleme auf den beiden Halbpositionen und im Innenblock der Deckung“, gestand Janis Helmdach später ein. „In der letzten Viertelstunde war unsere Leistung in Ordnung. Gut, dass wir bei den vielen Gleichständen die Ruhe bewahrt haben“, sieht Nils Dresrüsse noch deutlichen Steigerungsbedarf. Und den hat Minden auf alle Fälle. Probleme im Spielaufbau, lange Zeit kein Kreisläuferanspiel, der Wechsel der Deckungssysteme Schwindel erregend. Gestern offenbarten sich zahlreiche Baustellen. Immerhin klappte das Konterspiel. Und zum Glück stachen die „Joker“ Helmdach, Dresrüsse und Steinert.