Fußball. Von Uwe Kläfker
Aber auch in Sachsenhagen stehen alternative Trainingseinheiten wie Spinning oder Soccer im Kalender. Schließlich soll die Stimmung im Kader möglichst gut bleiben, denn die Sachsenhäger haben einen Traum – und der heißt Klassenerhalt. In der Saison 2009/2010 ging das Unternehmen Klassenerhalt noch in die Hose. Damals reichten 30 Punkte nicht. Stand heute hat der SVS 15 Punkte auf dem Konto, es wird also schwer. Wichtig ist ein guter Start in die Rückrunde. „Für uns sind die ersten fünf Spiele absolut richtungsweisend. Wir brauchen sechs oder sieben Siege, um unser Ziel zu erreichen. Wenn wir da gleich gegen Gegner aus der unteren Tabellenhälfte verlieren, wird es sehr schwer“, sagt Menzer. Dennoch sei man beim SVS sehr optimistisch, dass der Klassenerhalt geschafft werden könne. „Meine Spieler sind durchweg der Meinung, dass wir es packen können. Ich bin auch davon überzeugt, aber wir wissen auch, dass wir die Spiele gewinnen müssen. Dazu müssen aber alle Spieler gesund bleiben“, weiß Menzer. Das Minimalziel sei der Relegationsplatz. Wenn man mit einem positiven Lauf in die beiden Spiele gehe, habe man gegen die Kreisligisten auch eine gute Chance, glaubt Menzer.
Der Sachsenhäger Optimismus scheint bei zwei Punkten Rückstand auf das rettende Ufer berechtigt, denn in der Hinrunde musste die Mannschaft viele Verletzungen kompensieren. An einigen Spieltagen war die Not so groß, dass Spieler aus dem Altherren-Team reaktiviert werden mussten. Torjäger Ingo Poschlod verletzte sich im Pokalspiel in Stadthagen, ist jetzt aber wieder fit. Sein Bruder Dennis gehört wie Philipp Niemeier dagegen noch zu den Rekonvaleszenten. Ansonsten seien alle Spieler wieder fit und in der Rückrunde dabei, so der Trainer. Die Sachsenhäger spielten trotz der vielen Verletzten eine passable Hinrunde. Wichtig wird es sein, mehr Konstanz in die Leistungen zu bekommen. Derbe Pleiten wie das 1:7 in Bad Pyrmont oder das 0:6 in Holzminden sollten tunlichst vermieden werden. Einem 6:1-Erfolg gegen den SV Union Stadthagen folgte eine 1:5-Pleite gegen den TSV Eintracht Exten. Nach dem überraschenden 7:2-Erfolg beim SV Nienstädt 09 vergeigte das Team das nächste Spiel mit 1:3 gegen biedere Leverster. Menzer war damals noch nicht Trainer in Sachsenhagen, erklärt die Leistungsschwankungen aber mit den personellen Engpässen und daraus resultierenden ständig wechselnden Starformationen. „Wichtig ist auch, dass wir noch den absoluten Kontakt zu den Nichtabstiegsplätzen haben. Das ist gut so und motiviert das Team zusätzlich.
Sollten die Sachsenhäger den Klassenerhalt nicht schaffen, rechnet Menzer nicht damit, dass seine Mannschaft auseinanderfällt. „Vielleicht hätten wir dann den einen oder anderen Verlust zu verkraften, der richtig wehtun würde“, befürchtet der Coach. Einer dieser Verluste könnte der vor der Saison vom VfL Bückeburg gekommene Nico Gutzeit sein, dem Kontakte zum FC Stadthagen nachgesagt werden.
Aber Menzer glaubt fest an den Klassenerhalt und hofft, dass sich sein Verein sogar in der Bezirksliga etablieren kann. „Wenn wir den Klassenerhalt schaffen, werden wir vielleicht zur Anlaufstation für junge Spieler“, hofft Menzer.
Torsten Menzer ist ein Trainer, der nicht unbedingt als Verfechter der Viererkette gilt. „Man muss halt sehen, was für Spieler zur Verfügung stehen. Es ist nicht ausgeschlossen, dass wir zu altbewährten Mitteln greifen werden, kündigt Menzer an. Vorrang habe aber das Spiel in der Offensive, denn dem SVS stünden sechs gute Stürmer zur Verfügung. „Die Jungs balgen sich um drei Plätze. Wir werden schon versuchen, offensiv zu spielen“, sagt Menzer. Auf Spieler wie Ingo Poschlod oder Bastian Pawlik könne er wegen ihrer Erfahrung schwer verzichten, so Menzer. „Aber auch die Achse Tim Hensel und Nico Gutzeit muss funktionieren. Außerdem hoffe ich auf unseren Kapitän Helge Blunk“, sagt Menzer.
Die Stimmung im Sachsenhäger Lager ist trotz vieler gelaufener Kilometer am Kanal sehr gut. „Wir schaffen das!“, sagt Menzer.
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