Kreisliga (seb). Aber SC-Trainer Andreas Watermann will von leichten Gegnern nichts wissen: „Wir hatten zuletzt auch Glück gehabt. Lauenau ließ zwei glasklare Möglichkeiten zur Führung aus. Und auch in den anderen Spielen gab es Situationen in denen wir viel Massel hatten.“ Trotzdem sei er mit dem bisherigen Saisonverlauf mehr als zufrieden: „Obwohl wir immer noch nicht die Idealformation gefunden haben und noch am Basteln sind, läuft es prima. Wir sind im spielerischen Bereich sehr stark und präsentieren uns sehr lauffreudig.“ Der kommende Gegner werde tief stehen und robust zu Werke gehen. „Da habe ich keine Angst vor. Wir wollen den MTV platt laufen und notfalls gegen Spielende die entscheidenden Treffer setzen“, formuliert Watermann die Marschroute. Der SC kann aus dem Vollen schöpfen.
Endlich, der erste Sieg ist perfekt. Aufgrund einer starken kämpferischen Leistung feierte der MTV Rehren A.R. einen 2:1-Erfolg gegen den TuS Lüdersfeld. „Das frühe Gegentor hat uns nicht aus dem Konzept gebracht. In den letzten Spielen sind wir nach einem Rückstand eingeknickt, jetzt haben wir uns nur kurz durchgeschüttelt und dann Gas gegeben. Das ist die richtige Entwicklung“, freut sich MTV-Coach Torsten Menzer. Auch im spielerischen Bereich habe sich sein Team gesteigert. „Wir hatten viel Ballbesitz“, analysiert Menzer. Der MTV reist als krasser Außenseiter zum Tabellendritten, glaubt aber an seine Chance. „Die Stimmung ist wieder gut. Jetzt gilt es, mit kämpferischen Tugenden und einer hohen Laufbereitschaft für die Sensation zu sorgen“, fordert der ehrgeizige Coach. Auf der Torhüter-Position wird ein Wechsel vorgenommen. Die langjährige Nummer eins, Florian John, gibt sein Comeback bis zur Winterpause. Marco Seegers fehlt am Sonntag.
Die Rintelner Reserve wartet weiter auf den ersten Punktgewinn. Fünf Spiele, fünf Niederlagen nagen an der Stimmung in der Mannschaft. Am Sonntag müssen die Sulejmani-Schützlinge einen ganz dicken Brocken aus dem Weg räumen. Auf den Rintelner Steinanger kommt der Spitzenreiter SV Obernkirchen.
Die Zweitvertretung hat zwei Probleme: Die Fehlerquote ist zu hoch und nach einem Gegentor gehen die Köpfe runter, die Moral bricht und es hagelt weitere Gegentreffer. „Gegen den SVO haben wir nichts zu verlieren. Wir müssen über Leidenschaft für eine Sensation sorgen“, appelliert Afrim Sulejmani noch mehr Kampfeswille ein.
Der Tabellenführer gastiert beim Schlusslicht. Eigentlich eine klare Sache. Doch SVO-Trainer Marco Gregor muss auf seinen Sturm verzichten. Chris Hope fehlt berufsbedingt, auch Christian Gehweiler und Sandro Kampf stehen nicht zur Verfügung. „Die Mannschaft hat Blut geleckt, will die Tabellenspitze noch lange verteidigen. Mir fehlen drei wichtige Stammkräfte, aber wir hatten zuletzt einen guten Lauf. Jeder Spieler ist willig“, freut sich der Obernkirchener Erfolgscoach.
Der SC Deckbergen-Schaumburg hat am Sonntag wieder ein Heimspiel. Und es kommt der Angstgegner zum Tabellenvierten. In der vergangenen Saison gab es drei Spiele gegen den TSV Algesdorf und alle drei wurden verloren.
SC-Coach Wilhelm Sieker sah beim 2:0-Sieg gegen SW Enzen eine starke Defensive: „Wir haben einen guten Gegner beherrscht, die umgebaute Abwehr hat nichts zugelassen. Ein tolles Spiel von Peter Braun, Jan-Hendrik Meyer und Christian Suhr.“ Der Konkurrenzkampf erhöht das Leistungsniveau, Spieler wie Sandro Wolf zahlen das Vertrauen mit guten Spielen zurück. „Sandro ist im Sturm sehr unternehmungslustig, macht viele Wege“, lobt Sieker. Kai Noltemeier und Sascha Winkel sind gegen Algesdorf wieder dabei.
Der TSV kassierte zuletzt zwei Niederlagen, die junge Mannschaft hat die Lockerheit verloren, hegte vor der Saison Titelambitionen. Dieser selbst aufgebaute Druck scheint die Beine und den Kopf zu lähmen. „Wir kriegen dumme Tore. Wir müssen wieder mit Spaß und Freude Fußball spielen“, fordert Trainer Walter Söchting. Der TSV spielt ohne David Glawion und Sebastian Grohs.