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Schiedsrichterskandal

„Express“: Amerell will Zwanziger verklagen

Der Schiedsrichterskandal im deutschen Fußball beschäftigt weiter die Gerichte. Wie der „Express“ in seiner Sonntagsausgabe berichtet, plant nun Manfred Amerell eine Schadensersatzklage gegen DFB-Präsident Theo Zwanziger „wegen Rufschädigung und Ehrverletzung“.
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DFB-Präsident Theo Zwanziger droht eine Schadensersatzklage.

DFB-Präsident Theo Zwanziger droht eine Schadensersatzklage.

© dpa (Archiv)

Das Schmerzensgeld, das Jürgen Langer, Anwalt des ehemaligen Schiedsrichter-Ausschuss-Mitgliedes, vor Gericht erstreiten will, kann sich nach Angaben der Zeitung auf bis zu 100.000 Euro belaufen. Weder Langer noch Amerell waren am Sonntag für eine Stellungnahme zu erreichen.

„Herrn Amerell wurde schwerer Schaden zugefügt“, erklärte Langer im „Express“. Der Weg vor Gericht sei deshalb sicher. Durch den frühen Gang des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) an die Öffentlichkeit sei der ehemalige Spitzenschiedsrichter vorverurteilt gewesen. Amerell wird vorgeworfen, den Unparteiischen Michael Kempter und drei weitere Referees sexuell belästigt zu haben.

Neben der Schadensersatzklage gegen Zwanziger will Amerell vor Gericht auch erreichen, dass er weiter SMS und E-Mails von Kempter an ihn veröffentlich darf. Zur Zeit ist dies dem Augsburger untersagt, weil Kempter in der vergangenen Woche vor dem Landgericht Köln eine Einstweilige Verfügung dagegen erwirkt hatte.

dpa


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