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Schiedsrichter

Kempter vom DFB aus Spielbetrieb genommen


Der ehemalige Bundesliga-Schiedsrichter Michael Kempter wird vom Deutschen Fußball-Bund (DFB) vorerst nicht mehr eingesetzt: Bis zur Klärung der juristischen Auseinandersetzung zwischen Kempter und dem ehemaligen Schiedsrichter-Beobachter Manfred Amerell darf Kempter nicht mehr pfeifen, teilte der DFB am Freitag mit.
Der ehemalige Bundesliga-Schiedsrichter Michael Kempter

Der ehemalige Bundesliga-Schiedsrichter Michael Kempter

© dpa (Archiv)

Nach Absprache zwischen Herbert Fandel, dem Leiter der DFB- Schiedsrichterkommission, und Lutz-Michael Fröhlich, Abteilungsleiter Schiedsrichter, soll dadurch gewährleistet werden, dass „der Fall mit der nötigen Ruhe möglichst schnell aufgearbeitet werden kann“, hieß es in der DFB-Pressemitteilung.

Kempter war am Sonnabend als Leiter der Drittliga-Partie zwischen dem SV Sandhauen und Kickers Offenbach vorgesehen, doch der Unparteiische muss jetzt erstmal zuschauen. Wann oder ob er wieder pfeifen darf, ist ungewiss. Kempter droht ein frühes Ende seiner Karriere.

Der 27-Jährige hatte Amerell zu Jahresbeginn vorgeworfen, ihn sexuell belästigt zu haben. Amerell bestreitet dies und war am 12. Februar von all seinen DFB-Ämtern zurückgetreten. In der vergangenen Woche hat er vor dem Landgericht Hechingen eine Schadensersatzklage gegen Kempter eingereicht. Als Streitwert wurden von Amerells Anwalt Jürgen Langer 150 000 Euro angesetzt.

dpa

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