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Rassismus-Vorwürfe

Terry als England-Kapitän abgesetzt


John Terry muss erneut seine Kapitänsbinde in der englischen Fußball-Nationalmannschaft abgeben. Der Spielführer des FC Chelsea soll im Premier-League-Spiel gegen den Londoner Lokalrivalen Queens Park Rangers seinen Gegenspieler Anton Ferdinand rassistisch beleidigt haben. Ferdinand ist dunkelhäutig.
John Terry muss sich wegen der Rassismus-Vorwürfe auch vor Gericht verantworten.

John Terry muss sich wegen der Rassismus-Vorwürfe auch vor Gericht verantworten.

© dpa

London. Am Freitag hatte es ein Gespräch zwischen Nationaltrainer Fabio Capello und der Verbandsspitze gegeben. „Er wird das Team nicht führen, bis die Vorwürfe gegen ihn geklärt sind“, hieß es in einem anschließend verbreiteten Statement des Verbandes. Ausdrücklich machte der Verband darauf aufmerksam, dass dies keinen Ausschluss aus der Mannschaft bedeutet. Capello könne Terry sowohl für das nächste Länderspiel am 29. Februar gegen die Niederlande als auch für die EM in Polen und der Ukraine nominieren.

Der 31 Jahre alte Abwehrspieler muss sich wegen der Vorwürfe auch vor Gericht verantworten. Die Staatsanwaltschaft sieht nach dem Studium von Videobildern den Verdacht erhärtet. Zum Auftakt des Prozesses am vergangenen Mittwoch hatte Terry auf „nicht schuldig“ plädiert. Die Hauptverhandlung soll erst am 9. Juli, nach der Fußball-Europameisterschaft beginnen.

Terry bildet ausgerechnet mit Anton Ferdinands Bruder Rio die Innenverteidigung der Nationalmannschaft. Rio Ferdinand hatte Terry bereits einmal als Kapitän der englischen Auswahl ersetzt. Kurz vor der WM 2010 in Südafrika war der Londoner suspendiert worden, weil er eine Affäre mit der Ex-Freundin seines Nationalelf-Kollegen Wayne Bridge gehabt haben soll. Nach einer Verletzung Rio Ferdinands im März 2011 wurde Terry wieder Mannschaftsführer.

dpa

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