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Hildesheim

Hundebesitzerin muss sich vor Gericht verantworten

Die Hundebesitzerin, deren Rottweiler zwei Kleinkinder verletzt haben, muss sich vor Gericht verantworten. Die Staatsanwaltschaft wirft der Frau fahrlässige Körperverletzung vor, weil ihre Hunde zwei spielende zwei und fünf Jahre alte Mädchen im Mai 2009 angefallen und schwer verletzt haben.
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Die Staatsanwaltschaft wirft der Frau fahrlässige Körperverletzung vor.

Die Staatsanwaltschaft wirft der Frau fahrlässige Körperverletzung vor.

© Rainer Dröse (Archiv)

Ihre beiden Rottweiler haben zwei Kleinkinder schwer verletzt, die 40 Jahre alte Hundebesitzerin muss sich jetzt vor Gericht verantworten. „Ich kann mir dieses Verhalten nicht erklären, die Hunde waren immer friedlich“, sagte die Angeklagte am Mittwoch im Amtsgericht Hildesheim aus. Die Staatsanwaltschaft wirft der Frau fahrlässige Körperverletzung vor, weil ihre Hunde zwei spielende zwei und fünf Jahre alte Mädchen im Mai 2009 angefallen und schwer verletzt haben. Auch die Mutter wurde gebissen. Die Hundebesitzerin hat 18 Vorstrafen und kannte die Gefährlichkeit ihrer Tiere. Der Angriff hatte in Niedersachsen die Debatte um eine Verschärfung des Hundegesetzes erneut entfacht.

Die Angeklagte hatte die Hunde zunächst angeleint, als sie die Mutter mit den beiden Kindern sah - aufgrund der Vorurteile gegen Rottweiler, wie sie aussagte. Die Kinder seien ruhig gewesen und an den Hunden vorbeigegangen. Auch die Tiere hätten keine Aggressionen gezeigt. Kurz darauf hatte die 40-Jährige die Hunde dann wieder laufen lassen und einen Ball geworfen. „Sie sind erst hinter dem Ball hergerannt und haben plötzlich umgedreht“, schilderte die Angeklagte.

„Die Hunde kamen auf uns zugelaufen und umkreisten uns“, berichtete die Mutter der Mädchen vor Gericht. Sie habe ihre kleine Tochter auf dem Arm gehabt und versucht, die Große zu schützen. „Die schrie jedoch vor Angst, und dann haben sie uns attackiert“. Ihre Töchter seien blutüberströmt gewesen. Die Angeklagte hätte versucht, die Hunde zu halten und anzuleinen.

Den sieben Monate alten Rüden hatte die 40-Jährige erst vier Wochen vor der Bissattacke aufgenommen. Er sei ohne jede Erziehung gewesen und nicht an Menschen gewöhnt, erklärte sie. Bei dem Angriff auf die Familie hatte der Rüde kein Geschirr um. Da müsse er sich irgendwie herausgewunden haben, sie wisse aber nicht wie, sagte die Hundebesitzerin. Zeugen hatten die Rottweiler bei der Polizei als aggressiv beschrieben. Das stritt die Angeklagte allerdings ab. Das Gericht hat 15 Zeugen und zwei Sachverständige geladen.

dpa


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