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Hamburg

Schulleiter befürchtet weitere Missbrauchsfälle

Der Schulleiter der Hamburger Sankt-Ansgar-Schule, Friedrich Stolz, befürchtet weitere Missbrauchsfälle. „Eines der Opfer hat entsprechende Hinweise gegeben“, sagte Stolze am Dienstag.

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Der Missbrauchsskandal an einer Berliner Jesuiten-Schule weitet sich auf Hamburg aus.

Der Missbrauchsskandal an einer Berliner Jesuiten-Schule weitet sich auf Hamburg aus.

© dpa

Weitere Fälle sexuellen Missbrauchs an der Hamburger Sankt-Ansgar-Schule befürchtet deren Leiter Friedrich Stolze. „Eines der Opfer hat entsprechende Hinweise gegeben“, sagte Stolze am Dienstag. Bisher sind drei Missbrauchsfälle an der ehemaligen Jesuiten-Schule bekannt.

Die Schüler wurden Opfer des 65-jährigen Jesuitenpaters. Der Mann hat zugegeben, auch Schüler des katholischen Canisius-Kollegs in Berlin missbraucht zu haben.

Der Schulleiter hat die Schüler am Dienstag zusammengerufen und ihnen die Lage erklärt. „Die Schüler haben es sehr gefasst aufgenommen“, sagte der Schulleiter. Am Nachmittag wollte er die Eltern in einem Brief informieren.

Besonders betroffen gemacht habe ihn der Fall einer Mutter, die ihm berichtet habe, dass ihr Sohn noch heute unter den seelischen Folgen des Missbrauchs leidet. „Dieses Gespräch war für mich tief bewegend und sehr schmerzlich“, sagte Stolze.

Die Jesuiten hätten ihn erst vergangene Woche über die Fälle informiert, obwohl die Schulleitung in Berlin schon 1981 vom Fehlverhalten des Paters gewusst haben soll. „Was ich nicht nachvollziehen kann: Wenn in Berlin was bekanntgewesen ist, dass dann die Person an eine andere Schule versetzt wird“, sagte Stolze.

Warum die Jesuiten die betroffenen Schulen nicht eher informierten, kann auch Manfred Nielen, Pressesprecher des Erzbistum Hamburgs, nicht verstehen. „Das ist die Frage, die man den Jesuiten stellen muss“, sagte Nielen am Dienstag.

dpa


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