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Deutschland / Weltweit Amazon-Mitarbeiter streiken weiter
Nachrichten Wirtschaft Deutschland / Weltweit Amazon-Mitarbeiter streiken weiter
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09:33 17.12.2014
Die Beschäftigten des Onlinehändlers Amazon treiken seit Montag an mittlerweile sechs von insgesamt neun Logistik-Standorten in Deutschland. Quelle: dpa
Leipzig

Die Beschäftigten des Onlinehändlers Amazon wollen ihren Arbeitgeber weiter unter Druck setzen. Sie streiken seit Montag an mittlerweile sechs von insgesamt neun Logistik-Standorten in Deutschland für einen Einzelhandels- Tarifvertrag. Für Mittwoch hat Verdi zur Teilnahme an einer Kundgebung in Koblenz aufgerufen.

Nach 2300 Teilnehmern am Montag und mehr als 2500 am Dienstag erwartete die Gewerkschaft eine weiter steigende Streikbereitschaft in den sechs Logistikzentren in Bad Hersfeld (Hessen), Koblenz (Rheinland-Pfalz), Leipzig (Sachsen), Graben (Bayern), Rheinberg und Werne (beide NRW). Laut Amazon beteiligten sich am Montag 2100 und am Dienstag 2300 Beschäftigte an den Ausständen.

Am frühen Mittwochmorgen versammelten sich vor Beginn der Frühschicht etwa 20 Mitarbeiter an den Werkstoren am größten Standort im osthessischen Bad Hersfeld. Nach Angaben der Gewerkschaftssekretärin Mechthild Middeke soll es dort um 9 Uhr eine Abstimmung darüber geben, ob auch am Donnerstag weiter gestreikt werden soll.

Unterdessen reagiert Amazon nach einem Bericht mit verlängerten Bestellfristen auf den Streik. Wie die „Bild“-Zeitung unter Berufung auf die Geschäftsführung schreibt, will das Unternehmen eine pünktliche Lieferung bis Heiligabend für Ware garantieren, die bis zum kommenden Montag um 12 Uhr per Standardversand geordert wird. Bislang galt das demnach nur für Bestellungen bis Sonntagabend.

Die Streikenden wollen kurzfristig entscheiden, ob sie am Donnerstag wieder an ihre Arbeitsplätze zurückkehren. Es werde aber auch dann weiter Druck auf Amazon ausgeübt, sagte ein Sprecher von Verdi in Werne.

Die Gewerkschaft will bei Amazon einen Tarifvertrag zu den Konditionen des Einzelhandels durchsetzen. Amazon lehnt das strikt ab. Der US-Konzern sieht sich selbst als Logistiker. Die Bezahlung der Mitarbeiter in den neun deutschen Versandlagern liege am oberen Ende dessen, was in der Logistik-Branche üblich sei. Eine Einigung ist nicht in Sicht - Verdi ruft schon seit 2013 immer wieder zu Ausständen auf.

dpa

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