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Deutschland / Weltweit 2015 höhere Zusatzbeiträge bei Krankenkassen?
Nachrichten Wirtschaft Deutschland / Weltweit 2015 höhere Zusatzbeiträge bei Krankenkassen?
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16:26 05.12.2014
Die Zusatzbeiträge der Krankenversicherungen könnten 2015 nach einer Gesetzenänderung steigen. Quelle: dpa

Die gesetzlichen Krankenkassen können ab dem Jahr 2015 wieder über einen Teil der Beiträge selbst bestimmen. Dazu wird der bisherige Beitrag um 0,9 Punkte auf 14,6 Prozent gesenkt. Auf diesem Niveau ist es den Kassen möglich, einen Zusatzbeitrag zu erheben. Der dürfte im ersten Jahr bei fast allen Kassen um die 0,9 Prozentpunkte betragen. Erwartet wird, dass er dann deutlich steigt. Gesundheitsminister Hermann Gröhe (CDU) verspricht sich mehr Wettbewerb unter den Kassen.

AOK rechnet mit Zusatzbeiträgen bei allen Krankenversicherungen

AOK-Chef Jürgen Graalmann rechnet durch die Gesetzenänderung bei allen gesetzlichen Krankenkassen mit Zusatzbeiträgen. Er gehe davon aus, dass alle Kassen ab dem 1. Januar einen Zusatzbeitrag erheben würden, sagte Graalmann dem "Tagesspiegel". Graalmann rechnet mit durchschnittlichen Zuschlägen von 0,9 Prozent. Unter dem Strich werde es 2015 bei den Krankenkassenbeiträgen etwa das Niveau wie in diesem Jahr geben, zeigte sich der AOK-Chef überzeugt. 2016 drohten dann Beitragssteigerungen.

Krankenkassen machen 2014 Minus

Die fetten Jahre bei der gesetzlichen Krankenversicherung sind vorbei. In den ersten drei Quartalen 2014 verbuchten die Kassen nach einem Bericht der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" ein Minus von 740 Millionen Euro und mussten erstmals seit längerem von ihren Reserven zehren. Als Grund für die Entwicklung wurden steigende Gesundheitskosten und Änderungen im Finanzausgleich zwischen den Kassen genannt. Im vergangenen Jahr hatten sie in dem Zeitraum noch 1,5 Milliarden Euro Überschuss erwirtschaftet. Seit geraumer Zeit deutete sich allerdings eine angespanntere Finanzlage an. Zuvor konnten die Kassen laut Zeitung fünf Jahre lang Gewinne einfahren und Reserven anlegen.

Kunden sollten keine "Panik vor Jahresende" haben

Kurz vor der ab Januar möglichen Erhebung von Zusatzbeiträgen durch die Krankenkassen hat das Bundesversicherungsamt von einem übereilten Kassenwechsel abgeraten. Bei der Wahl der Krankenkasse sollten Versicherte nicht nur auf die Unterschiede beim Zusatzbeitrag achten, erklärte Behördenpräsident Maximilian Gaßner am Montag in Bonn. Auch andere Faktoren wie Beratung, Service, das Angebot an zusätzlichen Leistungen oder die Erreichbarkeit über eine Geschäftsstelle vor Ort sollten berücksichtigt werden. Es bestehe kein Anlass für "Panik zum Jahresende", betonte Gaßner. Zum 1. Januar wird der allgemeine Beitragssatz in der gesetzlichen Krankenversicherung von 15,5 auf 14,6 Prozent abgesenkt. Gleichzeitig erfolgt die Einführung von kassenindividuellen Zusatzbeiträgen, wodurch die betroffenen Mitglieder ein Sonderkündigungsrecht erhalten. Das Bundesversicherungsamt verweist darauf, dass Versicherte immer ihre Krankenkasse wechseln können, wenn sie dort länger als 18 Monate waren. "Es ist richtig und wichtig, dass der Wettbewerb zwischen den Krankenkassen auch über kassenindividuelle Zusatzbeiträge erfolgt, so Gaßner. Denn nur so bestehe bei den Krankenkassen der Anreiz, die Verwaltungsausgaben so gering wie möglich zu halten und Effizienzpotenziale zu nutzen.

afp/dpa/mic

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