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Deutschland / Weltweit Blackberry steigt aus Smartphone-Entwicklung aus
Nachrichten Wirtschaft Deutschland / Weltweit Blackberry steigt aus Smartphone-Entwicklung aus
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20:19 28.09.2016
Der kanadische Hersteller Blackberry wird seine Smartphones künftig nicht mehr selbst herstellen. Quelle: dpa
Waterloo

Ein Beispiel für die neue Strategie sei ein Gemeinschaftsunternehmen in Indonesien, in dem Blackberry sich auf die Software-Entwicklung fokussiert, erklärte Blackberry-Chef John Chen am Mittwoch. Schon das jüngste Modell DTEK50 war eigentlich ein Telefon des Herstellers Alcatel mit Blackberry-Logo.

Blackberry hatte die Anfangsjahre des Smartphone-Geschäfts geprägt, seine Geräte wurden jedoch von Telefonen mit dem Android-System von Google sowie dem iPhone von Apple in die Bedeutungslosigkeit verdrängt. Der Marktanteil war zuletzt an die Marke von 0,1 Prozent geschrumpft. Im vergangenen Geschäftsquartal wurde Blackberry noch 400.000 Telefone los.

372 Millionen Dollar Verlust

Chen richtet Blackberry vor allem auf das Geschäft mit Software und Dienstleistungen für Unternehmen aus und will so im laufenden Geschäftsjahr aus der Verlustzone kommen. Er hatte wiederholt angekündigt, dass er das Hardware-Geschäft fallen lassen werde, wenn es nicht aus den roten Zahlen kommt. Erwogen wurde auch schon, das eigene Betriebssystem aufzugeben und auf Android umzusteigen.

In dem Ende August abgeschlossenen zweiten Geschäftsquartal verbuchte Blackberry einen Verlust von 372 Millionen US-Dollar nach einem kleinen Gewinn von 51 Millionen Dollar ein Jahr zuvor. Der Umsatz fiel von 490 auf 334 Millionen Dollar. Unter dem Strich fiel das Ergebnis aber besser als erwartet aus.

Blackberrys Aktie legt zu

Das Unternehmen hob zudem den Ausblick für das laufende Geschäftsjahr an. Die Aktie legte um rund vier Prozent zu - auch angesichts der Hoffnung, dass Blackberry mit dem Verzicht auf die Hardware-Entwicklung die Kosten drücken kann. Seit Jahresbeginn hatte der Kurs allerdings 15 Prozent eingebüßt.

„Wir erreichen mit unserer Strategie einen Wendepunkt“, verkündete Chen. Im zweiten Quartal sei der Software-Umsatz im Jahresvergleich verdoppelt worden. „Unsere finanzielle Basis ist stark und unsere Neuausrichtung auf Software greift.“

Von dpa/afp/RND