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Deutschland / Weltweit Daimler muss in Deutschland 238.000 Diesel zurückrufen
Nachrichten Wirtschaft Deutschland / Weltweit Daimler muss in Deutschland 238.000 Diesel zurückrufen
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18:49 11.06.2018
Abgas-Skandal: Daimler muss in Deutschland 238.000 Diesel zurückrufen. Quelle: dpa
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Berlin

Daimler muss deutschlandweit 238.000 Fahrzeuge wegen unzulässiger Abschalteinrichtungen bei der Abgasreinigung zurückrufen. Der Bund werde unverzüglich einen amtlichen Rückruf anordnen, teilte Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer (CSU) nach einem Gespräch mit Vorstandschef Dieter Zetsche am Montag in Berlin mit. Insgesamt seien in Europa 774 000 Fahrzeuge betroffen.

Nach Angaben des Ministeriums geht es neben dem Kleintransporter Vito, bei dem das KBA schon vorher eine unzulässige Abschalteinrichtung moniert hatte, nun insbesondere um ein Modell der C-Klasse sowie um eine Variante des sportlichen Geländewagens GLC. Beides sind sogenannte Volumenmodelle, werden also besonders häufig verkauft.

Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer (CSU) ordnete den Rückruf von 238.000 Daimler-Autos an. Quelle: dpa

Scheuer teilte weiter mit, der Autobauer Daimler erkläre, „dass mit maximalem Abarbeitungstempo und in kooperativer Transparenz mit den Behörden die vom Bund beanstandeten Applikationen in der Motorsteuerung beseitigt werden.“

Daimler hat Vorwürfe bislang zurückgewiesen

Für den Kleintransporter Vito 1,6 Liter Diesel mit der neuen Abgasnorm Euro 6 hat das KBA wegen unzulässiger Abschalteinrichtungen bereits einen Pflichtrückruf angeordnet. Betroffen sind weltweit 4900 Fahrzeuge, darunter gut 1370 in Deutschland.

Daimler hatte die Feststellung des KBA zum Vito zurückgewiesen. „Die Funktionen sind Teil eines komplexen Abgasreinigungssystems, das eine robuste Abgasreinigung bei unterschiedlichen Fahrbedingungen und über die Nutzungsdauer eines Fahrzeugs sicherstellen soll“, hieß es nach Bekanntwerden des Bescheids zunächst. Den Vorwurf, dass die Programmierung zweier Funktionen der Motorsteuerung nicht den geltenden Vorschriften entsprechen soll, werde man zur Not auch vor Gericht klären lassen.

Scheuer hatte Zetsche bereits vor zwei Wochen zu einem ersten Gespräch über Abgas-Vorwürfe nach Berlin geladen, um mehr Informationen zu bekommen. Die Mitteilung Scheuers kam am Montag gut zwei Stunden, nachdem Zetsche erneut ins Ministerium gekommen war.

Von RND/dpa

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