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Deutschland / Weltweit Deutsche Bahn: Das ändert sich mit dem Fahrplanwechsel
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06:52 07.12.2018
Ein Mann Fahrgast geht im Berliner Hauptbahnhof an einem ICE entlang. Quelle: Christoph Soeder/dpa
Berlin

Die Fahrgäste der Deutschen Bahn sollen mit dem Fahrplanwechsel an diesem Sonntag auf wichtigen Verbindungen ein größeres Sitzangebot bekommen. Zugleich müssen sie fürs Zugfahren im ICE und IC etwas tiefer in die Tasche greifen.

Im Fernverkehr werden Fahrscheine zum vollen Preis (Flexpreis) im Durchschnitt 1,9 Prozent teurer, wie die Bahn mitteilte. Weil es viele Sonderangebote und Rabatte gibt, steigt das Preisniveau nach Berechnungen der Bahn aber lediglich um 0,9 Prozent. Wer seine Reise bis Samstag bucht, fährt noch zu den alten Preisen.

Mehr Passagiere als erwartet

Bahnfahrten im Regionalverkehr über Grenzen von Verkehrsverbünden hinweg werden im Durchschnitt 1,5 Prozent teurer. Für die anderen gelten die Tarife der Verkehrsverbünde. In vielen von ihnen ändern sich die Fahrpreise für Busse und Bahnen zum Jahreswechsel nicht.

Lesen Sie hier:
Nur 20 Prozent der ICE-Züge ohne Mängel

Von diesem Sonntag an werden auf der Schnellfahrstrecke Berlin-München künftig fünf statt drei Sprinterzüge pro Tag und Richtung unterwegs sein. Außerdem fährt dort nun auch der ICE 4, die neueste Generation des Hochgeschwindigkeitszuges. Seit Eröffnung der neuen Verbindung im Dezember sind 4,4 Millionen mal Reisende zwischen München und Berlin unterwegs gewesen. Die Erwartung der Bahn wurde damit übertroffen.

Mehr Züge auf mehreren Strecken

Der ICE 4 ist künftig auch zwischen Düsseldorf und Stuttgart unterwegs, über den Frankfurter Flughafen fahren dabei nun 14 statt bisher 11 Züge pro Tag und Richtung. Ein ICE wird täglich von Berlin nach Wien und zurück fahren. Fahrzeit: knapp acht Stunden.

Die Bahn bietet außerdem täglich drei IC-Zugpaare von Nordrhein-Westfalen oder Kassel über Erfurt und Jena bis nach Gera an. Auf der Verbindung NürnbergStuttgartKarlsruhe setzt die Bahn die neuen Intercity-2-Züge ein, die aus Doppelstockwagen bestehen. Eine Direktverbindung am Morgen von Berlin nach Münster wird ab 9. Dezember auch freitags angeboten, bisher gibt es sie nur von Montag bis Donnerstag.

Mehr Sitzplätze auch im Regionalverkehr

Die Bahn reagiert nach eigenen Angaben auf die steigenden Fahrgastzahlen auch im Regionalverkehr. Die Kunden dürften in vielen Regionen mit mehr Fahrzeugen und somit mehr Sitzplätzen rechnen. In Stuttgart, Hamburg und Rhein-Main werden die S-Bahnen in dichterem Takt auf die Strecke geschickt. Bei der Berliner S-Bahn gibt es einen neuen viergleisigen Abschnitt auf der stark frequentierten Strecke zwischen Ostkreuz und Ostbahnhof. Dadurch könnten Linien verlängert, Fahrzeiten verkürzt und der Takt verkürzt werden, hieß es.

Der Franken-Thüringen-Express wird nach Bahn-Angaben bis nach Leipzig verlängert. Dadurch gelangten Reisende nun alle zwei Stunden zu den Städten Erlangen, Bamberg, Lichtenfels, Saalfeld und Jena in Nord- und Südrichtung. Diese Züge seien außerdem auf die jeweiligen ICE-Anschlüsse in Nürnberg, Bamberg und Leipzig abgestimmt.

Preise für Bahncard bleiben stabil

Mit den neuen Preisen werden Vielfahrer relativ stark zur Kasse gebeten: Für Streckenzeitkarten sowie die Bahncard 100 sind in Zukunft im Schnitt 2,9 Prozent mehr zu zahlen. Die Preise für Platzreservierungen sowie für die Rabattkarten Bahncard 25 und Bahncard 50 verändern sich nicht. Kräftig erhöht wird das Extra-Entgelt für den Kauf eines Tickets im Zug: von 12,50 Euro auf 19 Euro.

Bahnchef gelobt Besserung:
Die Kunden haben mehr verdient

Das Aktionsbündnis „Bahn für alle“ nannte die bereits vor zwei Monaten angekündigte Preiserhöhung nicht nachvollziehbar. „Abgesehen von den Sonderangeboten sind die Preise grundsätzlich zu hoch, besonders aber in Anbetracht der vielen Verspätungen und Zugausfälle, die die DB AG offensichtlich nicht in den Griff bekommt“, stellte Bündnissprecher Bernhard Knierim fest.

Von RND/dpa

Der Dax sackte am Donnerstag unter 11 000 Punkte. Der Verlust des deutschen Leitindex summiert sich im laufenden Jahr auf fast 16 Prozent. Die Anleger sind nervös wegen der Spannungen zwischen den USA und China. Es war der größte Tagesverlust seit dem Brexit-Votum in Großbritannien im Juni 2016.

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