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Unternehmensbilanz

Deutsche Post trotz Krise mit Millionengewinn

Die Deutsche Post hat trotz der Wirtschaftskrise im vergangenen Jahr einen Gewinn erziehlt. Der Konzern verdiente 2009 unter dem Strich 644 Millionen Euro, obwohl der Umsatz deutlich zurückging.
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Die Deutsche Post übertraf sogar noch die bereits im November angehobene Prognose.

Die Deutsche Post übertraf sogar noch die bereits im November angehobene Prognose.

© dpa

Trotz eines massiven Umsatzeinbruchs durch die globale Wirtschaftskrise hat der Logistikriese Deutsche Post AG im Jahr 2009 deutlich schwarze Zahlen geschrieben. Der Gewinn von 644 Millionen Euro nach einem Verlust von 1,7 Milliarden Euro im Jahr zuvor ist vor allem das Ergebnis eines strikten Sparprogramms, wie der Konzern am Dienstag in Bonn mitteilte. Dabei hatte die Post neben einem Umsatzrückgang um 15,2 Prozent auf 46,2 Milliarden Euro auch noch Vorsteuerbelastungen vor allem aus der Arcandor-Insolvenz von 344 Millionen Euro zu verkraften.

Der weltweit aktive Konzern übertraf sogar noch seine bereits im November angehobene Prognose. Das operative Ergebnis vor Zinsen und Steuern (Ebit) stieg vor Einmaleffekten auf 1,47 Milliarden Euro statt der erwarteten 1,35 Milliarden Euro. Zu der positiven Wendung trugen den Angaben zufolge neben einem Einsparvolumen von über 1,1 Milliarden Euro auch noch Effekte aus dem Verkauf der Postbank sowie die planmäßig erreichte Verringerung der Verluste aus dem inzwischen aufgegebenen Expressgeschäft innerhalb der USA bei. Allerdings blieb das Ebit 26,8 Prozent unter dem Ergebnis von 2008 mit rund 2 Milliarden Euro.

„Wir haben die Auswirkungen der weltweiten Wirtschaftskrise erfolgreich gemeistert und unsere Ziele für 2009 übertroffen“, sagte der Vorstandsvorsitzende Frank Appel. „Dank unseres strikten Kostenmanagements und der konsequenten Umsetzung unserer Strategie 2015 können wir nun überdurchschnittlich von der zunehmenden Belebung der Weltwirtschaft profitieren.“

Für 2010 und 2011 erwartet die Post eine weitere Ergebnisverbesserung. Für das laufende Jahr sei eine „moderate Erholung der weltweiten Transportmengen“ zu erwarten, hieß es. Das Ebit vor Einmaleffekten soll auf 1,6 Milliarden Euro bis 1,9 Milliarden Euro steigen. Auch der Konzerngewinn werde sich verbessern.

Angesichts des positiven Resultats im Jahr 2009 und der Zuversicht hinsichtlich der künftigen Entwicklung will die Post AG eine unveränderte Dividende von 60 Cent pro Aktie zahlen. Finanzvorstand Larry Rosen kündigte zugleich eine langfristige Dividendenpolitik an. Demnach sollen künftig 40 Prozent bis 60 Prozent des Konzernergebnisses an die Anteilseigner ausgeschüttet werden. Das soll die Attraktivität der Post für Investoren und steigern damit auch den Aktienkurs stützen.

afp/ap


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