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„Die Deutschen sind falsch versichert“

Interview „Die Deutschen sind falsch versichert“

Sie sollen bei Unfall, Krankheit oder sonstigen Schadensfällen finanziell unterstützen: Versicherungen. Doch viele Policen sind zu teuer oder gar überflüssig. Was zu beachten ist, erklärt Hermann-Josef Tenhagen, Leiter des gemeinnützigen Portals „Finanztip“.

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Zu teuer, zu unnötig: Viele Deutsche könnten sich besser versichern, weiß Finanzexperte Hermann-Josef Tenhagen.

Quelle: Privat

Hannover. Sechs Versicherungsverträge besitzt jeder Bundesbürger im Durchschnitt, hat der Bund der Versicherten errechnet. Dafür gibt der Durchschnittsdeutsche rund 2200 Euro im Jahr aus.

Herr Tenhagen, sind die Deutschen überversichert?

Tenhagen: Sie sind auf jeden Fall falsch versichert. Pro Kopf geben sie jedes Jahr weit mehr als 2000 Euro für Versicherungen aus. Das müsste nicht so sein. Oft sind völlig unnötige Policen darunter, und für wichtigen Versicherungen geben sie meist deutlich zu viel Geld aus.

Wie erkenne ich denn eine unnötige Versicherung?

Der Lackmustest dafür ist die einfache Frage: Wenn der Schaden eintritt, kann ich die Kosten selbst tragen? Wenn ja, brauche ich die entsprechende Versicherung nicht. Glasbruch-, Handy- oder Brillenversicherungen fallen unter anderem in diese Kategorie. Und wenn mein Auto nur noch einen Zeitwert von 3000 oder 4000 Euro hat, kann ich sicher auch auf die Kaskoversicherung verzichten. Jedenfalls, wenn die teuer ist.

Aber ohne Krankenkasse, Privat- und Kfz-Haftpflicht sowie Berufsunfähigkeitsversicherung geht es nicht.

Stimmt. Doch selbst da lässt sich viel Geld sparen. Spätestens alle drei Jahre sollte man sich seine Versicherungen vornehmen und sie mit aktuellen Tarifen aus dem Internet vergleichen. Oft, wenn auch nicht immer, lässt sich sparen. Je höher die Beitragssumme, desto öfter sollte man vergleichen. Wem das ein zu großer Angang ist, der kann auch ein Ritual daraus machen und sich jeden Monat eine andere Versicherung vornehmen. Und dann von dem Ersparten mit seinen Lieben Essen gehen.

Sind wir dafür nicht zu träge?

Die meisten Menschen leider ja. Dabei könnten sie eine Menge Geld sparen. Oft hilft es auch schon, die Beiträge – zum Beispiel in der Kfz-Versicherung – nicht in Raten zu zahlen, sondern in einem Betrag. Das ist für manche Menschen sicher eine große Belastung gerade zum Jahresende, aber je nach Anzahl der Raten lassen sich allein dadurch schon bis zu 20 Prozent der Beitragskosten sparen.

Von Interview: Helmuth Klausing/RND

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