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Deutschland / Weltweit Drei Kindersitze fallen im Test durch
Nachrichten Wirtschaft Deutschland / Weltweit Drei Kindersitze fallen im Test durch
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07:13 25.10.2016
Dass freut nicht nur die Tester von ADAC und Stiftung Warentest: So günstige gute Kindersitze haben die Experten nach eigenen Angaben seit Jahren nicht mehr gefunden. Quelle: dpa
Berlin

Preis und Leistung bei Autokindersitzen müssen nicht zwingend zusammenhängen: Das zeigt ein aktueller Test von ADAC und Stiftung Warentest. Drei von 16 getesteten Sitzen fielen durch – allesamt waren es vergleichsweise teure Produkte mit Preisen zwischen 370 und 550 Euro.

Demgegenüber stehen Sitze zu Preisen von knapp 50 bis 80 Euro, die zu den neun Produkten gehörten, die von den Testern ein „gut“ erhielten. Entsprechend fällt auch das Fazit von ADAC und Stiftung Warentest aus: So günstige gute Kindersitze haben die Experten in dem regelmäßigen Gemeinschaftstest nach eigenen Angaben seit Jahren nicht mehr gefunden („test“-Ausgabe 11/16). Das überdeckt auch die Tatsache, dass von den 16 aktuell untersuchten Kindersitzen kein einziger ein „Sehr gut“ erhielt.

Die Ergebnisse im Detail

Die beste neu getestete Babyschale ist die Cybex Aton Q i-Size (Note 1,7) für 200 (Gurtmontage) oder 350 Euro (mit Isofix-Basis). Dieselbe Note erreicht auch die Joie i-Gemm (150 Euro) aus früheren Tests. Noch besser waren dort die Maxi-Cosi Pebble Plus (Note 1,6) sowohl mit (505 Euro) als auch ohne Isofix-Basis (275 Euro). Ein „Sehr gut“ mit der Note 1,5 erreichte ebenfalls bereits früher die Kiddy Evo-Luna i-Size für 450 Euro. Alle genannten Babyschalen sind Sitze nach der i-Size-Norm bis maximal 105 Zentimeter Körpergröße.

Alle folgenden Sitze sind nach der Norm ECE R44 gefertigt: Die beste Babyschale bis 13 Kilogramm ist die bereits früher getestete Cybex Cloud Q für 200 Euro (Note 1,9), gefolgt vom gleichen Modell mit Isofix-Basis für 320 Euro (Note 2,0) und der 150 Euro teuren Maxi-Cosi Citi (Note 2,1).

Ein neu und gut getestetes System (Note 2,4), das von der Geburt bis zu einem Gewicht von 18 Kilogramm genutzt werden kann, ist der 500 Euro teure Recaro-Sitz Zero.1.

49-Euro-Sitz liegt gleichauf mit Römer-Produkt

An die Spitze der Kindersitzgruppe von 9 bis maximal 36 Kilogramm Körpergewicht setzt sich der neu getestete Kiddy Phoenixfix 3 für 259 Euro (Note 1,7). Jeweils die Note 2,1 erreichten die bereits früher untersuchten Modelle Joie Transcend (210 Euro), Joie Trillo Shield (125 Euro) und Recaro Optiafix (300 Euro). Auf die Note 2,3 kamen der Britax Römer King II (180 Euro), der Britax Römer King II LS (209 Euro) sowie der Casualplay Multiprotector Fix II (400 Euro).

Dieselbe Note erreichten in der Gruppe 15 bis 36 Kilogramm Gewicht die neu getesteten Modelle Hema Junior (65 Euro), Jane Quartz (185 Euro), Nania Befix SP (49 Euro) und Vertbaudet Juniorsit (80 Euro). Noch besser sind viele Modelle aus früheren Tests: Etwa der Joie Trillo LX mit der Note 2,0 (95 Euro) oder die Modelle Britax Römer Kidfix II XP (220 Euro), Joie Duallo (160 Euro) oder Maxi-Cosi Rodifox Airprotect (170 Euro), die jeweils die Note 1,9 erhielten.

Sieben weitere Sitze kamen schon einmal auf eine Note 1,8: Britax Römer Kid II (100 Euro), Britax Römer Kidfix II XP Sict (239 Euro), Britax Römer Kidfix SL (130 Euro), Britax Römer Kidfix SL Sict (160 Euro), Cybex Solution M (160 Euro), Cybex Solution M-fix (190 Euro) und Kiddy Smartfix (219 Euro).

Diese drei Sitze fielen durch

Durchgefallen im Test sind die Sitze Recaro Optia, Nuna Rebl und Diono Radian 5. Letzterer erhielt aufgrund einer Abwertung in der Kategorie Bedienung ein „mangelhaft“. Die Tester bemängeln, dass Umbauten mit losen Teilen vorgenommen werden müssen und dadurch die Gefahr einer Fehlbedienung groß sei.

Recaro Optia und Nuna Rebl bekamen ihre „Mangelhaft“-Wertung wegen eines Versagen beim Frontcrash. Beim Optia löste sich die Sitzschale von der Isofixbasis. Der Hersteller Recaro hat bereits eine Umtauschaktion eingeleitet. Beim Modell Rebl von Nuna brach beim Frontalaufprall der Metallrahmen unter der Sitzschale.

Von dpa/zys/RND