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EU muss Glyphosat-Verbotsinitiative prüfen

Unkrautgift EU muss Glyphosat-Verbotsinitiative prüfen

Erster Hoffnungsschimmer oder letzter Wunsch? Die Gegner des möglicherweise krebserregenden Unkrautgifts Glyphosat haben einen Teilerfolg erzielt. Die Bürgerinitiative erreichte, dass die Europäische Union den Verbotswunsch prüfen muss. Langfristig hat die EU-Kommission jedoch andere Pläne.

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Demonstranten protestieren in Berlin gegen eine Verlängerung der Glyphosat-Zulassung.

Quelle: dpa

Brüssel. Gegner des umstrittenen Unkrautgifts Glyphosat haben einen Teilerfolg erzielt. Eine europäische Bürgerinitiative hat eine Million Stimmen für ein Verbot gesammelt, wie verschiedene Unterstützer der Initiative am Donnerstag mitteilten. Damit dürfen die Aktivisten ihr Anliegen auf Verbot im EU-Parlament vortragen und die Europäische Kommission zu einer Stellungnahme auffordern.

Seit Ende Februar gelang es den Initiatoren nach eigenen Angaben, mehr als eine Million Stimmen in mindestens 7 der 28 Mitgliedstaaten zu sammeln. Organisationen aus 13 Ländern waren beteiligt. Mit 270 000 Unterschriften kam die meiste Unterstützung nach Angaben von Campact aus Deutschland.

Die Erfolgsaussichten der Initiative sind gering

Welchen Erfolg das Anliegen der Glyphosat-Gegner hat, ist allerdings sehr ungewiss. Die EU-Kommission muss die Initiative innerhalb von drei Monaten prüfen. Die Behörde ist aber nicht verpflichtet, einen Rechtsakt vorzuschlagen. Noch am Dienstag hatte EU-Gesundheitskommissar Vytenis Andriukaitis den Einsatz des Unkrautvertilgungsmittels verteidigt. Glyphosat sei nicht krebserregend, betonte er vor dem Europaparlament in Straßburg. Nach dem Wunsch der Kommission soll das Pestizid noch in diesem Jahr für zehn Jahre zugelassen werden.

Viele EU-Abgeordnete reagierten empört. Über die möglichen Auswirkungen von Glyphosat wird seit Jahren gestritten. Während die zur Weltgesundheitsorganisation (WHO) gehörende Internationale Agentur für Krebsforschung (IARC) Glyphosat als „wahrscheinlich krebserregend“ einstufte, stufte die europäische Behörde Efsa das Mittel später als ungefährlich ein.

Kritiker werfen der europäischen Behörde vor, sich vom US-Konzern Monsanto beinflussen zu lassen. Der Landwirtschaftskonzern aus Missouri ist Hersteller des weltweit am meisten verwendeten Unkrautvernichtungsmittels „Roundup“, das Glyphosat enthält. Monsanto produziert zugleich schädlingsresistenten, gentechnisch veränderten Mais, dessen mutiertes Saatkorn unempfindlich gegen das Pestizid Glyphosat ist.

Von RND/krö/dpa

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