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Deutschland / Weltweit GM erwägt Verkauf von Opel an Peugeot
Nachrichten Wirtschaft Deutschland / Weltweit GM erwägt Verkauf von Opel an Peugeot
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15:39 14.02.2017
Wird Opel an den französischen Konkurrenten Peugeot verkauft? Quelle: dpa
Rüsselsheim

General Motors hat Gespräche über einen Verkauf von Opel an den französischen Konkurrenten PSA Peugeot Citroën bestätigt. Die Konzerne loteten verschiedene Möglichkeiten zur Expansion und Kooperation aus, teilten die Amerikaner am Dienstag in Detroit mit. Dazu gehöre auch eine mögliche Übernahme der deutschen und britischen GM-Töchter Opel und Vauxhall durch die Franzosen.

PSA Peugeot Citroën teilte mit, der Konzern wolle sich verstärken, um seine Ertragskraft zu steigern. Deshalb würden mehrere strategische Investitionen geprüft. Dazu gehöre auch der Erwerb von Opel, sagte ein Konzernsprecher. Es sei jedoch noch ungewiss, ob eine Einigung erzielt werde, erklärte General Motors.

Übernahme könnte kurzfristig beschlossen werden

Die Nachrichtenagenturen Reuters und Bloomberg berichteten, die Gespräche seien bereits in einem fortgeschrittenen Stadium. Ein erfolgreicher Abschluss der Verhandlungen könne in den nächsten Wochen zustande kommen. Allerdings könnten die Gespräche auch noch scheitern. Reuters und Bloomberg beriefen sich auf nicht näher genannte Personen, die mit den Vorgängen vertraut seien.

Die beiden Konzerne arbeiten bereits seit mehreren Jahren in Europa zusammen. 2013 hatten Opel und PSA eine gemeinsame Produktion vereinbart. Die ersten Gemeinschaftsautos aus dieser Allianz laufen derzeit von den Bändern und sollen die Angebotslücke von Opel bei den auf städtische Belange getrimmten Mehrzweckfahrzeugen (SUV/CUV) schließen.

Die Betriebsräte sehen sich bei den Verkaufsgesprächen mit PSA übergangen. Der für die deutschen Opel-Werke zuständige IG-Metall-Bezirk Mitte in Frankfurt sprach von einer „beispiellosen Verletzung“ sämtlicher deutscher wie europäischer Mitbestimmungsrechte. Gleichzeitig erklärte die Gewerkschaft aber ihre Bereitschaft zur vorbehaltlosen Prüfung der Vorschläge.

Opel weiter in den roten Zahlen

Opel hatte 2016 sein Ziel verfehlt, zum ersten Mal seit 1999 schwarze Zahlen zu schreiben. Der Autobauer machte einen operativen Verlust in Höhe von 257 Millionen Dollar (241 Millionen Euro), wie Konzernmutter General Motors in der vergangenen Woche mitteilte.

Das war allerdings schon eine deutlich Verbesserung. 2015 hatte Opel ein Minus von 813 Millionen Dollar gemacht. Opel-Chef Karl-Thomas Neumann äußerte sich deshalb auch optimistisch: „Unser Kurs stimmt: Ohne das Brexit-Votum und den Absturz des britischen Pfunds hätten wir ein positives Jahresergebnis erzielt.“

Opel wurde 1862 von Adam Opel in Rüsselsheim gegründet, gehört aber schon seit fast 90 Jahren zu General Motors. Der US-Konzern übernahm den deutschen Autobauer 1929. Die Firmenzentrale ist in Rüsselsheim. Das Unternehmen verkauft jährlich mehr als eine Million Fahrzeuge.

Heute beschäftigt Opel europaweit rund 35.600 Mitarbeiter, davon mehr als 18.250 in Deutschland. In Deutschland hat der Autohersteller drei Produktionsstandorte: in Rüsselsheim mit 14.180 Mitarbeitern, in Eisenach mit 1850 Mitarbeitern und in Kaiserslautern mit 1230 Mitarbeitern, wie Opel auf seiner Homepage berichtet.

Opel wollte sich von General Motors lösen

Vor einigen Jahren hatte Opel daran gearbeitet, sich vom Mutterkonzern zu lösen. Hintergrund war die weltweite Finanz- und Wirtschaftskrise im Jahr 2009 gewesen. General Motors war damals schwer angeschlagen. Im Sommer 2009 hatten sich Bund, Länder, GM und das US-Finanzministerium nach langem Poker mit dem österreichisch-kanadischen Zulieferer Magna auf ein Rettungskonzept geeinigt – im November dann beschloss GM, Opel doch zu behalten.

Bei PSA Peugeot Citroën mit Sitz in Paris fuhr Konzernchef Carlos Tavares in den vergangenen Jahren einen harten Sanierungskurs – unter anderem mit Werkschließungen und Jobabbau. Um das vor drei Jahren stark angeschlagene Unternehmen zu retten, schoss unter anderem der französische Staat Geld zu und hielt zuletzt rund 14 Prozent der Anteile. Der Konzern beschäftigte zuletzt rund 184.000 Mitarbeiter.

Von dpa/RND/wer

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