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Deutschland / Weltweit Google will noch mehr wissen
Nachrichten Wirtschaft Deutschland / Weltweit Google will noch mehr wissen
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09:08 30.05.2015
Wenn Google zur Entwicklerkonferenz I/O lädt, sind die Tickets so begehrt, dass ausgelost werden muss, wer für 800 Dollar eines kaufen darf. Quelle: dpa
San Francisco

Wenn Google zur Entwicklerkonferenz I/O lädt, sind die Tickets so begehrt, dass ausgelost werden muss, wer für 800 Dollar eines kaufen darf. Es gab schon spektakuläre Auftritte aus diesem Anlass – zum Beispiel, als Google-Mitgründer Sergey Brin die neue Datenbrille mit einer Stuntshow präsentierte. Eine Erfolgsgarantie war das allerdings nicht: Der Konzern hat technische Schwächen und vor allem die Vorbehalte gegen die allgegenwärtige Kamera unterschätzt – das Projekt Google Glass fuhr sich fest.

Jetzt hat der Konzern wieder nach San Francisco geladen und unauffälligere, geschäftlich aber wohl bedeutsamere Neuheiten präsentiert. Was Google praktisch zum Monopolisten der Internetsuche gemacht hat, soll nun ausgebaut werden: die Datenanalyse. Die Sucheingabe über die Tastatur soll sich der Nutzer künftig sparen können, die Informationen werden geliefert, noch bevor man weiß, dass man sie braucht. Das setzt allerdings das Vertrauen der Menschen voraus, die dafür ihre Informationen bei Google speichern müssen.

Unter anderem stellte der Konzern einen neuen Fotoservice vor, der Bilder automatisch nach dem Inhalt sortieren und einfach durchsuchbar machen soll. Die Fotos können auf einer Onlineplattform kostenlos und unbegrenzt gespeichert und über alle möglichen Geräte abgerufen werden. Man kann die Bilder chronologisch anordnen lassen. Die Software erkennt aber auch automatisch Personen, Orte oder Gegenstände in den Bildern und kann sie danach sortieren. Oder man sucht nach einem Begriff wie „Schneesturm“ – und Google sucht die entsprechenden Bilder heraus, ohne dass sie vorher verschlagwortet werden müssten.

Zweite Neuerung: Das Smartphone-Betriebssystem Android M soll sich mehr als frühere Versionen danach richten, wo sich der Nutzer gerade aufhält und wie es ihm helfen kann. Zum Beispiel soll die Software automatisch eine Erinnerung erstellen, die fertige Wäsche aus der Reinigung abzuholen, wenn sie mitbekommt, dass diese Aufgabe vergessen wurde. Das Smartphone soll auch den Weg zum geparkten Auto anzeigen oder rechtzeitig die Reiseplanung samt Boardingpässen für einen Flug anzeigen. Die Funktionen sollen auch verschiedene Apps mit Google-Angeboten wie der Suche verknüpfen.

„Wie ist sein richtiger Name?“, wurde bei der Vorführung in San Francisco gefragt, während ein Song des Musikers Skrillex lief. Die Software lieferte die richtige Antwort: Sonny John Moore. Das heißt, das Programm wusste, welcher Song lief, und folgerte korrekt, dass es bei der Frage um den Künstler ging. Entsprechend werden die neuen Funktionen einen weitreichenden Datenzugriff erfordern, damit die Software genug Informationen über Interessen und Gewohnheiten des Nutzers hat, um den Kontext zu erkennen. Gleichzeitig verspricht Google den Nutzern mehr Kontrolle darüber, auf welche Informationen die Apps auf den Android-Geräten zugreifen können. Die Berechtigungen für E-Mail, Ortungsdienste oder Kalendereinträge können nun einzeln vergeben werden.

Bezahlsystem für Android-Telefone:  Mit dem für Sommer angekündigten Bezahlservice Android Pay wird man sowohl in Läden als auch in Apps auf den Geräten bezahlen können. Google kooperiert dabei mit Zahlungsabwicklern wie Mastercard oder Visa. Der Service soll für alle Android-Smartphones verfügbar sein, die mit NFC-Nahfunk ausgerüstet sind.

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