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Deutschland / Weltweit Kein Ende des Mietenanstiegs in Sicht
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20:28 22.09.2015
Am Preisanstieg vor allem in den Großstädten werde sich so schnell nichts ändern. Quelle: dpa
Hamburg

Kaum Entspannung auf dem deutschen Immobilienmarkt: Zwar belegen zwei neue Studien, dass Mieten und Wohnungspreise aktuell und in den kommenden Jahren nicht mehr ganz so schnell steigen wie zuletzt. Dennoch wird Wohnen im Schnitt immer teurer, wie aus dem jüngsten Wohn-Preisspiegel des Maklerverbands IVD hervorgeht. Demnach sind die Mieten für Wohnungen mit mittlerem Wohnwert im bundesweiten Schnitt innerhalb eines Jahres um 2,9 Prozent gestiegen. Das lag deutlich über der allgemeinen Teuerung, die das Statistische Bundesamt mit 0,9 Prozent für das Jahr 2014 benennt. In deutschen Großstädten habe die durchschnittliche Netto-Kaltmiete bei Neuvermietung 7,80 Euro betragen, wobei Berlin ziemlich genau im Schnitt, München an der Spitze und Duisburg am unteren Rand gelegen hätten, berichtete der IVD am Dienstag weiter. Für Hannover wird ein Wert von 7,90 Euro angegeben.

Die Preise für Eigentumswohnungen haben der Analyse zufolge weiter angezogen, aber wie bei den Mieten nicht mehr so schnell wie im Vergleichszeitraum. In den Städten mit mehr als 500 000 Einwohnern stiegen die Preise für Bestandswohnungen mittlerer Qualität um 6,7 Prozent nach 9,1 Prozent im Jahr zuvor, teilte der Verband auf der Grundlage von Marktzahlen aus dem zweiten und dritten Quartal 2015 mit.

Am Preisanstieg vor allem in den Großstädten werde sich so schnell nichts ändern. IVD-Präsident Jürgen Michael Schick erklärte: „Generell behält die Faustregel Gültigkeit: Je größer die Stadt, desto höher der Preiszuwachs. Die deutschen Großstädte erfahren seit Jahren einen kontinuierlich starken Zuzug. Gleichzeitig ist Wohnraum knapp, und die Politik setzt immer neue Fehlanreize, die Neubau verhindern.“ Laut einer in Hamburg veröffentlichten Studie der HSH-Nordbank stehen in den sieben deutschen Top-Städten (Berlin, Düsseldorf, Frankfurt, Hamburg, Köln, München und Stuttgart) nur noch weniger als 2 Prozent der Wohnungen leer.

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