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Deutschland / Weltweit Inflation dürfte 2015 niedrig bleiben
Nachrichten Wirtschaft Deutschland / Weltweit Inflation dürfte 2015 niedrig bleiben
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13:49 24.12.2014
Die Zeiten kräftiger Preissprünge bei Lebensmitteln sind erst einmal vorbei. Quelle: dpa
Frankfurt/Main

So mickrig war der Preisauftrieb schon lange nicht mehr - weder in Deutschland noch im Euroraum. Was Verbraucher freut, macht manchem Ökonomen Sorge. Es spricht jedoch manches dafür dass die Teuerung auch 2015 vergleichsweise gering bleiben wird.

  • ÖLPREIS: Der Preisrutsch bei Rohöl, der zur Jahresmitte einsetzte, ist nach Einschätzung von Experten nicht beendet. Folglich dürften die Energiepreise in den nächsten Monaten weiter sinken - auch deshalb weil viele Ölimporteure günstigere Einkaufspreise noch nicht in vollem Umfang an die Verbraucher weitergegeben haben.
  • ENERGIE: Erfahrungsgemäß ziehen bei sinkenden Öl-Preisen mit einiger Verzögerung die Preise für Gas und Strom nach. In der Breite erwarten Ökonomen daher sinkende Energiepreise.
  • NAHRUNGSMITTELPREISE: Die Zeiten kräftiger Preissprünge bei Lebensmitteln sind erst einmal vorbei. Im November waren die Preise laut Statistischem Bundesamt unverändert geblieben gegenüber dem Vorjahr. Auch für das kommende Jahr erwarten Experten zunächst weitgehend stabile Preise beim Lebensmitteleinkauf.
  • FLAUE KONJUNKTUR: Die schwache Wirtschaftsentwicklung erhöht den Druck auf Unternehmen, Preise für ihre Waren zu senken, um im scharfen Wettbewerb um Kunden überhaupt noch etwas zu verkaufen. Allerdings zeigten sich die Verbraucher zuletzt in Kauflaune - diese hohe Nachfrage wiederum spricht gegen eine größere Rabattschlacht.
  • EURO-KURS: Ein Grund für die Mini-Inflation der vergangenen Monate war der lange vergleichsweise hohe Euro-Kurs. Diese Stärke der Gemeinschaftswährung verbilligte den Import von Waren. Volkswirte gehen davon aus, dass die jüngste Abwertung des Euro erst im späteren Verlauf des Jahres 2015 den Preisauftrieb etwas verstärken wird.

dpa

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